Michael Vdelli begeistert das „Blues-meets-Rock“-Publikum im Rio

Von: vr
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Australische Wiedervereinigung mitten in der Indestadt: Zum Schluss seines bemerkenswerten Gigs mit dem „Heavy Hitters Acoustic Project“ holte Michael Vdelli seinen Kumpel Gérard Maunick auf die Bühne des „Rio“ und ließ gemeinsame „Powershift“-Zeiten wieder aufleben. Foto: V. Rüttgers

Eschweiler. Und plötzlich lag „Rio“ mitten in Australien: Zum krönenden Abschluss eines bemerkenswerten Konzertabends der „Blues meets Rock“-Reihe stand Michael Vdelli mit seinem Kumpel Gérard Maunick auf der Bühne der Eschweiler Diskothek, wie einst Mitte der 90er bei ihren gemeinsamen Heimspielen in Perth als „Power-shift“, und spielten Maunicks Hit „Slippin´with the Blues“.

Gut gelaunt sorgte Michael Vdellis „Heavy Hitters Acoustic Project“ am Montagabend für eine Blues-Sternstunde in der sommerlichen Indestadt. Tom Waits´ „Walking spanish down the hall“ sollte die passende Eröffnungsnummer für einen abwechslungsreichen und musikalisch ausgereiften Gig sein, den Michael Vdelli mit seinen Bandkollegen Leigh Miller am Bass und Gitarrist Marc Raner sehr entspannt präsentierte.

Gibt Vdelli mit seinem gleichnamigen Bluesrock-Trio auf der Bühne gerne den wilden Mann, waren es nun die ruhigen Blues-, Rock- und Rootssongs, die das „Heavy Hitters Acoustic Project“-Programm dominierten, bunt vermischt mit einigen Coverversionen von beispielsweise John Fogertys „Have you ever seen the rain“, Willy DeVilles „Come a little bit closer“ oder „Dead Flowers“ von den Rolling Stones.

Aber auch Songs aus dem kräftig rockenden, aktuellen Vdelli-Album „Higher“ fanden ihren Weg in die Setlist: „Dark and lonely place“ ist natürlich, geprägt durch sein charakteristisches Riff, per se ein Lied, das in der Unplugged-Version heimisch klingt, und „My baby does it better“ funktioniert ebenfalls in der Akustik-Version, ohne dabei an Schwung zu verlieren. Mit „Boogie A“ und „Change the view“ steigerte der charismatische Frontmann Michael Vdelli das Tempo und versprühte wahrhaft reine Spielfreude, polternd lachende Ansagen und eine Stimme wie der junge Tom Jones inklusive. Dabei verbirgt Michael Vdelli nie seine Leidenschaft für den Blues eines B.B. Kings oder Buddy Guys, Vorbilder, in deren Vorprogramm er selbst bereits spielen durfte.

Der gemeinsame Zugabenblock mit seinem australischen Musikerkollegen Gérard Maunick bescherte nicht nur Michael Vdelli einen Sahnehauben-Abschluss dieses gelungenen Auftritts in Eschweiler, sondern auch den Musikfans im „Rio“ ein nachhaltig beeindruckendes Konzert-Highlight. „Never going back“ bezieht sich hoffentlich nicht auf weitere Vdelli-Gigs in Eschweiler, denn auch dieses „Blues meets Rock“-Konzert hätte wesentlich mehr Zuhörer verdient gehabt. „Monday is fun-day“, Bassist Leigh Miller hatte an diesem Montagabend jedenfalls absolut Recht.

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