Eschweiler - Menschen zwischen Leben und Tod

Menschen zwischen Leben und Tod

Von: ran
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Setzen sich während der Aufführungen des Theaterstücks „Hotel zu den zwei Welten” mit dem Tod, vor allem aber auch mit dem Leben auseinander: die Schüler des Literaturkurses II der Bischöflichen Liebfrauenschule mit Kursleiter Rudolf Nobis (links). Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Was geschieht mit einem Menschen, der zwischen Leben und Tod schwebt? Was empfindet ein Mensch, der im Koma liegt? Fragen, mit denen sich die Schüler des Literaturkurses II der Bischöflichen Liebfrauenschule seit Monaten intensiv beschäftigen.

Unter der Leitung von Rudolf Nobis führen die Jungschauspieler der zwölften Jahrgangsstufe das Theaterstück „Hotel zu den zwei Welten” des französischen Autors Eric-Emmanuel Schmitt auf. Die Premiere findet am Donnerstag, 1. Juli, um 20 Uhr auf der Bühne der Schulaula statt. Die zweite Aufführung folgt, in anderer Besetzung, am Montag, 5. Juli, ebenfalls ab 20 Uhr.

In einem Hotel zwischen zwei Welten, zwischen Leben und Tod, in das die Seelen von Menschen, die im Koma liegen, für eine gewisse Zeit einziehen, treffen Personen unterschiedlichster Herkunft und Lebenserfahrungen und vor allem deren vollkommen verschiedene Meinungen aufeinander.

In dieser Unterkunft auf Zeit sind die Gäste von ihren physischen Schmerzen befreit. Sie müssen auf den ärztlichen Erfolg oder Misserfolg warten. Der einzige Ausgang des Hotels ist ein Aufzug, mit dem die Gäste entweder zurück ins Leben oder in den Tod fahren.

„Das Stück beschäftigt sich mit Fragen, die wohl jeden Menschen bewegen. Ist man im komatösen Zustand eigentlich noch vorhanden oder existiert man in gewisser Weise nicht mehr wirklich?”, erklärt Kursleiter Rudolf Nobis die Beweggründe, sich mit dieser sehr ernsten Thematik auseinanderzusetzen.

Das Theaterstück von Eric-Emmanuel Schmitt, das 1999 erstmals aufgeführt wurde, auf die Bühne der Bischöflichen Liebfrauenschule zu bringen, war übrigens nicht seine Idee. Stattdessen entdeckte Schülerin Judith Gerards das Werk mehr oder weniger zufällig im Internet.

„Schon die Kurzbeschreibung hörte sich gerade für junge Menschen sehr interessant an”, erinnert sich die Darstellerin, die während der zweiten Aufführung den geheimnisvollen Doktor S. verkörpert.

Seit Herbst wird geprobt

Genau wie ihre Mitschüler zeigte sich auch Rudolf Nobis nach eigener Lektüre vom Vorschlag begeistert. „Nachdem ich einmal angefangen hatte zu lesen, habe ich die Vorlage nicht mehr aus der Hand gelegt, bis ich sie zu Ende gelesen hatte”, blickt er auf seinen ersten Kontakt mit dem „Hotel zu den zwei Welten” zurück.

Im Herbst begannen schließlich die Proben. „Zunächst beschränkt man sich auf das Erlernen des Textes. Das eigentliche Schauspielern, bei dem man auch Emotionen in die Rolle hineinlegen muss, kommt später”, berichtet Schüler Martin Huppertz. „Erst wenn man wirklich die Kostüme trägt, kann man auch in die Rollen schlüpfen”, ergänzt Judith Gerards. Doch nun geht es in Sachen Vorbereitung auf die Zielgeraden. Nur noch wenige Tage, dann steht die Premiere auf dem Programm. Doch auch die zweite Aufführung ist eigentlich eine Premiere. Da das Stück nur sechs Rollen auf der Bühne vorsieht, gibt es zwei Besetzungen.

Vor wenigen Tagen wurde ausgelost, welche Schauspieler während der ersten und welche Darsteller bei der zweiten Aufführung das Publikum mit in das „Hotel zu den zwei Welten” nehmen. Ein Theaterstück, das sich mit dem Tod, vor allem aber auch mit dem Leben beschäftigt, wie die Schüler des Literaturkurses II der Bischöflichen Liebfrauenschule ausdrücklich betonen.

Sie sorgen im Hotel für Leben

Die Mitwirkenden beim „Hotel zu den zwei Welten”: Matthias Baum, Annika Braun, Melina Cremer, Christina Derichs, Christian Deutz, Sabrina Fiedler, Fabian Fourné, Judith Gerards, Katrin Goy, Daniel Hahn, Katrin Hermanns, Nadine Holzinger, Martin Huppertz, Ina Jansen, Jacqueline Mäuser, Marcus Mertens, Alexandra Michel, Alisha Offergeld, Max Rinkens, Carsten Schaffrath, Nathalie Schollmeier, Niklas Vöpel.

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