Mehr Zeit für die Bürger, ein Leck im Kanal zu schließen

Von: Patrick Nowicki
Letzte Aktualisierung:
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So einfach wie in diesem großen Regenwasserkanal geht es bei der Dichtheitsprüfung der Hausanschlüsse nicht. Die Art der Untersuchung soll dem jeweiligen Gebiet angepasst werden. Foto: ddp

Eschweiler. Die Hauseigentümer in der Stadt können bei den Dichtheitsprüfungen ihrer Kanalanschlüsse auf eine längere Frist hoffen. Die Mehrheit im Stadtrat will sich dafür einsetzen, dass sie auf 24 Monate verlängert wird. Demnach müsste im Jahr 2024 der letzte Anschluss in Eschweiler geprüft und bei Bedarf repariert sein.

Offen ist allerdings die Art der Dichtheitsprüfung, die sich deutlich in Kosten und Art unterscheiden. Da die Stadt für die gesetzlich vorgeschriebene Untersuchung in Bezirke unterteilt wurde, soll für jedes Gebiet eine entsprechende Satzung erlassen werden.

Das Land Nordrhein-Westfalen hat einheitliche Kriterien festgelegt, die der Verwaltung als Richtschnur dienen. Die Vorgaben lassen jedoch auch Spielraum, den die Kommunalpolitiker nutzen wollen, um die Bürger nicht unnötig mit einer kostspieligeren Untersuchung zu belasten.

Die Richtlinie des Landes legt auch die Reihenfolge der Gebiete fest. Da die Wasserschutzgebiete höchste Priorität genießen, wurden Teile von Hastenrath und Scherpenseel sowie Aue vorgezogen. Im nächsten Jahr müssen die Anschlüsse in der südlichen Innenstadt kontrolliert werden, wobei dies wohl nicht alle Häuser betreffen wird, da viele Leitungen im Zuge der Sanierung der Fußgängerzone erneuert wurden.

Im Jahr 2013 ist dann Weisweiler an der Reihe, die nördliche Innenstadt folgt ein Jahr später. Im jeweils jährlichen Wechsel müssen die Rohre in Bergrath und Hastenrath, dann IGP und Nothberg, schließlich Hücheln, anschließend Pumpe und Stich, Hehlrath, Kinzweiler und St, Jöris in 2019, dann Röhe, im Jahr 2021 in Dürwiß und in 2022 in der Waldsiedlung und in Fronhoven und Neu-Lohn untersucht werden.

In Eschweiler befinden sich etwa 14.000 bebaute Grundstücke, deren Abwasserleitungen untersucht werden müssen. Allerdings warnte die Stadtverwaltung schon vor dem Start der Prüfungen vor sogenannten „Kanalhaien”.

Im Rathaus kann man erfragen, welche Unternehmen für eine solche Prüfung als sachkundig gelten und somit eine Bescheinigung ausstellen können. Hierfür hat die Verwaltung das Personal eigens aufgestockt. Die Stadt hat im Rathaus für die Dichtheitsprüfungen zwei Ansprechpartner: Edmund Mey, Zimmer 433, 71744, und Christian Klump, Zimmer 434, 71419.
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