Eschweiler - Mehr Plätze für die Jüngsten sind geplant

Mehr Plätze für die Jüngsten sind geplant

Von: sh
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Spaß im Kindergarten: NRW-Familienminister Armin Laschet will eine Pflicht zum Besuch einer Kindertagesstätte im fünften Lebensjahres eines Kindes verhindern - das sei unnötig, sagt er. Foto: imago

Eschweiler. Die Kindertagesstätten (Kitas) sind in diesen Tagen in aller Munde. Auch in Eschweiler wird das Thema heiß diskutiert. Mehr noch: Es wird gestreikt. Alle elf kommunalen Kindergärten sind seit Dienstag dicht.

Im Ratsaal stellen Eschweilers Politiker derweil die Weichen für die Zukunft der Kinderbetreuung in Eschweiler. Im Beisein einer 20-köpfigen Erzieherinnenschar stimmte der Jugendhilfeausschuss einstimmig für einen Kindergarten-Ausbau sowie einen -Neubau in Dürwiß.

Bedarf steigt drastisch

Besonders der Betreuungsbedarf bei den Unter-Dreijährigen (U3), so zeigen Prognosen, steigt in den kommenden Jahren drastisch. Zudem besteht ab dem 1. August 2013 für Kinder ab vollendetem 1. Lebensjahr ein Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz. „Die errechneten Bedarfszahlen lassen nach derzeitigem Erkenntnisstand einen viergruppigen Neubau als ausreichend erscheinen”, heißt es in der Vorlage der Stadtverwaltung. Insgesamt vier Einrichtungen gibt es zur Zeit in Dürwiß. In neun Gruppen finden aktuell 205 Kinder Platz (davon 18 Plätze U3).

Mit einem Neubau auf dem städtischen Grundstück an der Schillerstraße könnte der steigende Bedarf gedeckt werden. Geplant ist auf dem 3678 Quadratmeter großen Grundstück ein zweigeschossiger Bau. Da hierfür lediglich eine Fläche von 2000 bis 2500 Quadratmetern benötigt würde, könnte, so der Vorschlag der Verwaltung, eine Teilfläche des Geländes von der Stadt vermarktet werden.

Momentan befindet sich ein Awo-Kindergarten auf dem Gelände Schillerstraße. In einer Gruppe sind 23 Kinder untergebracht. Bei einem Neubau würde man das marode Gebäude abreißen. „Sowohl bei der Finanzierung als auch bei der Ermittlung der Trägerschaft müssen noch weitere Verhandlungen geführt werden”, betonte Stadtkämmerer Manfred Knollmann. Die Arbeiterwohlfahrt soll erster Ansprechpartner sein.

Der Kritik, dass sich mit dem Neubau die Kindertageseinrichtungen weiterhin auf die östlich der Jülicher Straße gelegene Ortshälfte beschränken, begegnete Heinz Kaldenbach gelassen. „Ich sehe darin kein Problem. Die Wege sind in Dürwiß für Kinder und Eltern zumutbar”, so der Jugendamtsleiter. Die genauen Kosten müssen noch berechnet werden.

Anders sieht es für den Ausbau der Kindertagesstätte „Käthe Strobel” an der Grünstraße aus. 525000 Euro kostet der Ausbau des Dachs, so dass hier eine zusätzliche U3-Gruppe für zehn Kinder entstehen kann. Dringend notwendig ist eine Sanierung des maroden Dachs. Diese allein würde mit 55.000 Euro zu Buche schlagen. Bei maximal 180.000 Euro an Landesmitteln, die im Zuge des Ausbaus beantragt werden können, verringere sich laut Verwaltung der Betrag auf 345.000 Euro.

Die Zahlen für einen Neubau an der Schillerstraße sollen im Herbst vorliegen.
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