Mehr als 30 Schlagzeuger lassen es auf der Bühne krachen

Von: irmi
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„Let us play together”: Die 30 Drummer der städtischen Musikschule ließen die Stöcke fliegen und begeisterten beim ersten Schlagzeugkonzert am Blausteinsee. Foto: I. Röhseler

Eschweiler. Hut ab! Die Premiere haben die jungen Drummer des Jugend-Schlagzeugensembles der Städtischen Musikschule mit Bravour gemeistert. Unisono ließen gut 30 von ihnen am Sonntagnachmittag auf der Bühne am Blausteinsee die Drumsticks wirbeln. „Let us play together” war eines von vier Stücken. Und der Titel war Programm.

Mit einem ungebrochenen Drive und absolut synchron begeisterten die Schüler von Michel Mordant und Marc Hermans (Schlagzeuglehrer an der Jugendmusikschule) die Gäste. Und das bei freiem Eintritt, beziehungsweise einer Spende für einen guten Zweck.

Michel Mordant, der seit seit 20 Jahren als Schlagzeuglehrer in Eschweiler arbeitet und schon an die 100 Schüler unterrichtet hat, agierte als „Dompteur” und hatte die musikalische Leitung inne. Als Schirmherr fungierte Bürgermeister Rudi Bertram, der ebenfalls begeistert applaudierte und sich über den phantastischen Musiker-nachwuchs freute.

Schade nur, dass viele Besucher bereits vor dem großen Auftritt der Nachwuchs-Schlagzeuger und Profis das Weite gesucht hatten, als ein paar Regentropfen vom Himmel fielen.

Etwas mehr Publikum hätten die Musiker schon verdient gehabt, denn das außergewöhnliche Konzert, dass Dr. Klaus „Fats” Lumma und Michel Mordant auf die Beine gestellt hatten, verdient ein dickes Lob. So viele Musiker „unter einen Hut” und so in Szene zu setzen, dürfte ein hartes Stück Arbeit gewesen sein. Arbeit, die sich gelohnt hat und am Sonntagnachmittag mit viel Beifall belohnt wurde.

Dabei griffen die beiden Vollblutmusiker Lumma und Mordant auch gemeinsam mit den Schülern der Schlagzeuggruppen, mit den „Young Jazz Cats” und der „Renew Brass Band” zum Instrument.

Den Auftakt machten die „Young Jazz Cats” mit „Caldonia” und „Mama dont allow no Jazz Playin in here”, bevor die kleinen Schlagzeuger der Musikschule - der Jüngste von ihnen zählt gerade mal neun Lenze - die Schlagstöcke in die Hand nahmen und „Burlesco”, „Moving Up” und „Concerto num.1” zum Besten gaben.

Weiter ging es mit einer Streetparade der „Renew New Orleans Brass Band”. Die fröhliche Truppe zog musizierend vom Seepavillon zum Seeufer, vorbei an begeisterten Fans, die es sich teilweise mit Decken, Campingstühlen und Proviant gemütlich gemacht hatten. Und alles wippte mit - selbst ein Knirps, der gerade mal laufen konnte, ließ rhythmisch „die Pampers wackeln”.

Und das bei strahlendem Sonnenschein, denn der große Regen kam dann glücklicherweise erst lange nach Konzertende.

Wer das Benefizkonzert zugunsten von Fats Lummas Aufbauprojekten der Jazz-Metropole New Orleans verpasst hat, darf sich aber auf das nächste freuen. Man darf also gespannt sein, welchen Leckerbissen Jugendmusikschule und die Jazz & Street Academy dann präsentieren.
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