Medizinforum: Schmerzen nicht auf die leichte Schulter nehmen

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Wenn die Schulter schmerzt sind Fachleute gefragt: Das Kugelgelenk ist besonders beweglich und daher auch anfällig. Foto: imago/Jochen Tack

Eschweiler. „Wenn Bewegung zur Qual wird: Nimm´s nicht auf die leichte Schulter!” ist das nächste Medizinforum unserer Zeitung überschrieben, das am Mittwoch, 2. Februar, im Kulturzentrum Talbahnhof stattfindet. Ab 19 Uhr nimmt sich ein kompetentes Team unter Leitung von Forumsleiter Dr. Eberhardt Schneider dieser Thematik an.

Auf dem Programm stehen informative Vorträge rund um das Schultergelenk. Anschließend werden die Experten (Dr. Werner Birtel, Dr. Helmut Kies, Dr. Oliver Heiber, Dr. Michael Olk, Cornelia Zernea und Dr. Eberhardt Schneider) Rede und Antwort stehen.

Wichtig zur Fortbewegung

Als sich der Mensch vor mehr als einer Million Jahren auf seine Hinterbeine aufrichtete, verschaffte er sich eine Reihe von Vorteilen, die zu seiner heutigen außergewöhnlichen Rolle in der Natur führten. Er sah über Busch und Gras hinweg, verschaffte sich einen Überblick und konnte zwei seiner vier Extremitäten für andere Aufgaben umwidmen: die Vorderbeine wurden seine Arme. Sie dienten nun nicht mehr vorrangig zur Fortbewegung, sondern konnten greifen, halten, werfen, formen - unabdingbare Voraussetzungen für das Menschsein.

Neben einer kreativen Intelligenz waren aber noch rein mechanische Qualitäten notwendig, um diese Vorteile auszuspielen: Kraft, Geschick und vor allem eine gute Beweglichkeit.

In der Natur wird diese notwendige Beweglichkeit durch die Gelenke ermöglicht. An den Armen ist das beweglichste davon das Schultergelenk, das dazu als so genanntes Kugelgelenk ausgelegt wurde. Dies lässt Bewegungen in viele Richtungen zu: abspreizen, vorgreifen, drehen - und das ist auch notwendig, um mit den Armen einerseits buchstäblich von Kopf bis Fuß (fast) alle Körperregionen zu erreichen, andererseits um sich herum eine Fülle von verschiedenen Verrichtungen, wie schreiben, tragen, reinigen, und, und, und vorzunehmen. Aber: alles hat - auch in der Natur - seinen Preis. Gelenke, die viel können, sind auch anfälliger für Erkrankungen und Verletzungen.

So gehört das Schultergelenk zu den anatomischen Strukturen, die am häufigsten Schmerzen verursachen, darüber hinaus aber auch brechen können oder aus der vorgegebenen Form springen, also ausrenken.

Hier sind dann die Spezialisten gefragt, die sich mit den Haltungs- und Bewegungsorganen befassen, also Orthopäden, Unfallchirurgen, Physiotherapeuten, Orthopädietechniker und viele andere, die das breite Spektrum von Diagnostik bis Therapie, Vorbeugung bis Nachsorge beherrschen.
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