Medizinforum: Krampfadern nicht unterschätzen

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Beinvenenthrombose: Wer daran leidet, sollte den Arzt aufsuchen. Dies raten auch die Experten unseres Medizinforums, das am Dienstag im Kulturzentrum stattfindet. Foto: dpa
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Stehen am Dienstag als Experten im Kulturzentrum Rede und Antwort: Dr. Wolfgang Steffens, Dr. Henning Lichtenstein, Dr. Rudolf Müller und Dr. Eberhardt Schneider. Foto: Irmgard Röhseler
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Stehen am Dienstag als Experten im Kulturzentrum Rede und Antwort: Dr. Wolfgang Steffens, Dr. Henning Lichtenstein, Dr. Rudolf Müller und Dr. Eberhardt Schneider. Foto: Irmgard Röhseler
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Stehen am Dienstag als Experten im Kulturzentrum Rede und Antwort: Dr. Wolfgang Steffens, Dr. Henning Lichtenstein, Dr. Rudolf Müller und Dr. Eberhardt Schneider. Foto: Irmgard Röhseler
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Stehen am Dienstag als Experten im Kulturzentrum Rede und Antwort: Dr. Wolfgang Steffens, Dr. Henning Lichtenstein, Dr. Rudolf Müller und Dr. Eberhardt Schneider. Foto: Irmgard Röhseler

Eschweiler. Krampfadern, Thrombose, offene Beine – was tun? Beim Medizinforum unserer Zeitung am Dienstag, 29. April, stehen erfahrene Mediziner wieder Rede und Antwort. Beginn ist um 19 Uhr im Talbahnhof.

Unter der Leitung von unserem Forumsleiter Dr. Eberhardt Schneider, Chefarzt der Klinik für fachübergreifende Frührehabilitation am St.-Antonius-Hospital Eschweiler und des Euregio-Rehazentrums Eschweiler, referieren Dr. Rudolf Müller, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie am St.-Antonius-Hospital Eschweiler, Dr. Henning Lichtenstein, niedergelassener Hautarzt in Eschweiler, sowie Dr. Wolfgang Steffens, niedergelassener Chirurg in Herzogenrath-Kohlscheid.

Schwerwiegende Folgen

Mit Venenerkrankungen der Beine ist nicht zu spaßen. Zu schwerwiegend könnten die Folgen einer Unterschätzung und damit ausgelassenen Behandlung sein: langdauernde Funktionsbeeinträchtigungen der Beine oder gar ein tödliches Ende. Es geht hier nicht nur um ein wenig Unansehnlichkeit am Strand oder in der Sauna, es geht um weit mehr.

Die Zeiten, in denen derartige Erkrankungen schicksalsmäßig hingenommen wurden (wie etwa offene Beine), sollten hinter uns liegen. Denn die moderne Medizin kann in diesen Fällen reichlich und effektiv Hilfe anbieten. Dazu sollten die Patienten aufmerksam ihre Beine kontrollieren und im Zweifel oder bei Bedarf rechtzeitig den Arzt aufsuchen, der das weitere Vorgehen begleitet.

Was ist an Diagnostik notwendig und sinnvoll? Neben einer gründlichen körperlichen Untersuchung stehen bildgebende Verfahren und hier vor allem die Sonografie (Ultraschall) im Vordergrund. Damit lassen sich die Venen mitsamt möglichen Erkrankungen wie Krampfadern, Gerinnseln, Blutflussstörungen und vielen mehr gut darstellen. Hilfreich können auch Laboruntersuchungen sein, die etwa Gerinnungsstörungen, aber auch andere Erkrankungen als Ursachen des Venenleidens zu identifizieren helfen.

Schließlich erhalten Arzt und Patient ein klares Bild der Situation, sodass zielgerichtet gehandelt werden kann. Dazu stehen nicht-operative (konservative) und operative Verfahren zur Verfügung. Sie reichen von äußerlichen Maßnahmen wie Salben oder Gele über die Anwendung von Kompressions-(Druck-)Strümpfen bis hin zu Medikamenten, die die Gerinnung beeinflussen, abschwellend wirken oder den Blutumlauf verbessern. Natürlich müssen auch Begleiterkrankungen, die Auswirkungen auf die Venen haben, behandelt werden.

Sollten hiermit keine ausreichenden Erfolge zu erreichen sein, sind auch operative Methoden eine Möglichkeit. Wurde früher oft über größere Hautschnitte vorgegangen, kann heute in der Regel minimal-invasiv, also mit kleinen Öffnungen operativ geholfen werden.

Ärzteteams beteiligt

Erkrankungen der Venen sind also oft nicht die Domäne eines einzigen Arztes alleine, sondern eines Arztteams, in dem sich Allgemeinärzte, Gefäßspezialisten und Hautärzte zusammenfinden, um dem Patienten zu helfen. Auch aus diesem Grund sind verschiedene Experten am Forum beteiligt.

Und was kann jeder Patient selbst tun? Er sollte zunächst entschlossen vorbeugen – durch ausreichend Bewegung und aufmerksame Selbstkontrollen. Im Krankheitsfall ist er dann aufgefordert, aktiv mitzuwirken – zuverlässig, konsequent und nachhaltig. Nur dann können Erfolge erzielt werden.

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