Eschweiler - Medizinforum: Es muss nicht zum Verschluss der Arterie kommen

Medizinforum: Es muss nicht zum Verschluss der Arterie kommen

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Eschweiler. Auch wenn die Erkrankungen der Arterien häufig und gefährlich sind, für die Patienten also wirklich einschneidende Folgen haben, können sie glücklicherweise mit einer Reihe von Maßnahmen, operativ und nicht-operativ, behandelt werden.

Allerdings bleiben oft mehr oder weniger schwerwiegende dauerhafte Schäden und Einschränkungen zurück, so dass möglichst frühzeitig und entschlossen vorgegangen werden muss. Noch besser aber sind die Behandlungsresultate, wenn alle Möglichkeiten der Vorbeugung von Erkrankungen der Arterien wahrgenommen werden.

Das Medizinforum unserer Zeitung informiert morgen Abend zum Thema. Ab 19 Uhr steht im Talbahnhof ein erfahrenes Expertenteam unter Leitung von Dr. Eberhardt Schneider Rede und Antwort. Podiumsteilnehmer sind: Dr. Christiane Vohn, niedergelassene Angiologin, Dr. Rudolf Müller, Chefarzt Gefäßchirurgie im St.-Antonius-Hospital, Sigrun Rist, Angiologin im Hospital, und Norbert Schallenberg, Oberarzt im Euregio-Rehazentrum (ERZ) Eschweiler.

Wie bei kaum anderen Leiden haben die Patienten bei den Gefäßen den Schlüssel zu einem weitgehend günstigen Verlauf selbst in den Händen. Sie müssen an den Hauptrisikofaktoren ansetzen. Leichter gesagt als getan, aber am Nikotinkonsum, am zu hohen Blutdruck, an den Blutfetten, an einer allzu sorglosen Blutzuckereinstellung, an Übergewicht und Bewegungsmangel sollte es nicht scheitern, wenn es um die Verhütung von Gefäßerkrankungen mit ihren oft dramatischen, auch lebensbedrohlichen Folgen geht.

Leider hat sich diese Einsicht bisher absolut nicht in erforderlichem Maße durchgesetzt. Deshalb sind die ärztlichen Spezialisten, die Angiologen und Gefäßchirurgen, ständig mit den Folgen dieser Unvernunft konfrontiert. Und sie können sich über zu wenig Arbeit wahrlich nicht beklagen.

Welche Möglichkeiten gibt es, wenn operativ vorgegangen werden muss? Die Gefäßspezialisten wählen zunächst aus, ob man mit sogenannten minimal-invasiven Verfahren auskommen kann. Dazu zählen vor allem Behandlungen mit Kathetern, die über kleine Hautöffnungen direkt in die Blutgefäße eingebracht und dort zum Ort des Problems vorgeschoben werden. Hier können die Blutgefäße oft aufgedehnt, von Verschlüssen oder Verstopfungen befreit oder auch innerlich mit sogenannten Stents geschient werden. Dies sind moderne Techniken, die häufig, aber nicht immer helfen können.

Nicht selten bleibt nur der Griff zum Operationsmesser, dem Skalpell, um an erkrankte Arterien am Hals, im Körperinneren oder an Extremitäten heranzukommen. Kunstvolle Korrekturen der Adern sollen dann den Blutstrom verbessern oder sicherstellen; oft aber müssen Gefäße neu verlegt werden („Bypass“), wobei auf körpereigene, bei Bedarf auch auf fremde (Kunststoff-)Materialien zurückgegriffen wird.

Wenn diese Möglichkeiten erschöpft sind, bleibt schließlich nur die Amputation, womit minderdurchblutetes, also krankes und den gesamten Körper bedrohendes Gewebe abgetragen wird. Aber auch nach einer erfolgreichen Operation gelten für die Patienten die Regeln, die wir aus der Vorbeugung kennen.

Muss es jedoch wirklich soweit kommen? Die Gefäß- und Rehabilitationsspezialisten, die am 17. März im Talbahnhof Eschweiler zu Thema „Arterien – verkalkt, verstopft, zu … was tun?“ zusammenkommen, können Wege zeigen, wie alle ihr „Gefäßschicksal“ so günstig beeinflussen können, dass es zum Schlimmsten nicht unbedingt kommen muss. Sie werden aber auch erklären, wie im Bedarfsfall notwendige Behandlungen aussehen und welche Ergebnisse zu erwarten sind. Ein wichtiger Abend zu einem hochaktuellen Thema.

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