Städteregion - „Maulhelden“: Städteregion ist eine würdige Gastgeberin

„Maulhelden“: Städteregion ist eine würdige Gastgeberin

Von: Rolf Hohl
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Kunst auf ganz hohem Niveau bietet das „Maulhelden“-Schultheaterfestival, das am Samstag zu Ende geht. Foto: Ralf Roeger

Städteregion. Manchmal ist es erstaunlich, dass Schüler in ihrem vollgepackten Alltag tatsächlich noch Zeit für Künstlerisches haben. Theater ist so etwas, das sich trotz allem in vielen Schulen Nordrhein-Westfalens großer Beliebtheit erfreut. Heraus kommen mitunter hervorragende Ergebnisse, wie sie beispielsweise beim „Maulhelden“-Festival zu sehen sind.

Die neun besten Schülerschauspielgruppen des Landes mit über 250 Teilnehmern sind in dieser Woche im Aachener Ludwig Forum zusammengekommen um zu zeigen, was gutes Schultheater erreichen kann. Am Samstag geht die fünftägige Veranstaltung, die erstmals nicht in Düsseldorf stattfindet, zu Ende

Dass die Städteregion bei dieser besonderen Premiere Gastgeber für das Festival sein darf, ist durchaus kein Zufall. Denn das Schülertheater ist zwischen Baesweiler und Monschau außerordentlich stark vertreten. Aachens Bürgermeisterin Marianne Conradt bringt das geradezu ins Schwärmen: „Ich war erstaunt und erfreut, dass gleich drei heimische Schulen hier vertreten sind.“

Die Grundschule Schönforst, die Maria-Montessori-Gesamtschule Aachen (Samstag um 16 Uhr noch zu sehen mit dem Stück „Auf die Fresse“) und die Montessori-Grundschule aus Eilendorf zeigten bzw. zeigen ebenso wie Schulen aus Essen, Mülheim an der Ruhr, Köln, Münster, Remscheid und Düsseldorf eigens einstudierte Stücke.

Neben Workshops und Diskussionsrunden sind die Aufführungen die Hauptattraktionen des Festivals. Dabei wird der Begriff Theater weit über das Schauspielerische hinaus ausgedehnt. So gehören auch Lesungen, Tanzvorführungen und Versatzstücke aus Musicals zum „Maulhelden“-Programm.

„Wenn wir über unsere Schulen reden, dann wird oft über die Mint-Fächer oder G8 diskutiert. Es muss aber auch Zeit für Angebote wie das Theater geben“, sagt Marianne Conradt. „Wenn man merkt, dass man andere begeistern, zum Lachen und zum Weinen bringen kann, dann wird eine Persönlichkeit gebildet.“

Auch Städteregionsrat Helmut Etschenberg, selbst bekennender Theater-Liebhaber, hat sich bei dem Festival schon seinen eigenen Eindruck verschafft. Auf den „Brettern, die die Welt bedeuten“ bekomme man erst ein Gefühl für die Kreativität, die in den Menschen stecke, sagt er. „Deswegen ist es wichtig, dass an Schulen die kulturellen Fächer Bestand haben und nicht vernachlässigt werden – das Schülertheater ist dazu das beste Beispiel.“

Zu den ausgezeichneten Theatergruppen gesellte sich zwischenzeitlich übrigens die Schülergruppe „rohestheater“ der Mies-van-der-Rohe-Schule, die als Gastgeberin das Stück „Weltenbrand – Geschlechterkampf – Kassandra“ zeigte. Und von jenseits der Grenze kam „Agora“, das Theater der Deutschsprachigen Gemeinde Belgiens, mit dem Stück „Flugversuche“ zu Besuch.

Für Andreas Beitin, Direktor des Ludwig Forums, ist dieses fünftägige Festival ganz im Sinne des Sammlerehepaars Ludwig: „Sie wollten das Ludwig Forum nie nur als Museum, sondern auch als Treffpunkt für alle Menschen verstanden wissen.“

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