Eschweiler - Mauerreste zeugen von den alten Hastenrather Gruben

Mauerreste zeugen von den alten Hastenrather Gruben

Von: mic
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Mauerreste der Klärsümpfe erinnern an die Erzaufbereitungsanlage der Albertsgrube in Hastenrath. Armin Gille ist es gelungen, Kopien der Lagepläne und Grubenrisse zu bekommen. Foto: Michael Cremer

Eschweiler. Kohle, Erze und Waldreichtum haben den Raum Eschweiler/Stolberg schon früh zu einem bedeutenden Standort der Metallgewinnung werden lassen, so dass die hiesige Region zu den ältesten deutschen Industrierevieren zählt. Eines der Abbaugebiete, in denen Erze gefunden wurden, war die Albertsgrube in Hastenrath.

Wer den Südoststadtteil über die Albertstraße in Richtung Stolberg verlässt, passiert schon nach kurzer Zeit einen Streifen Landschaft, in dem einstmals nach Bodenschätzen gesucht wurde - zunächst im so genannten Pingenausbau, also relativ nahe der Oberfläche, und später im Tiefbauverfahren. Im Wäldchen gegenüber den Kalksteinwerken finden noch heute Zeugen dieser industriellen Epoche, auch Namensgebungen wie „Im Stollen” oder „Albertsgrube” erinnern an diese Zeit.

Armin Gille vom Eschweiler Geschichtsverein ist es nach langwierigen Recherchen gelungen, 13 Grubenbilder der Albertsgrube, die im Archiv der Bezirksregierung Arnsberg in Dortmund lagern, als digitale Kopien zu bekommen. „Die in den Jahren 1901 bis 1915 von den öffentlich bestellten Marktscheidern Harlandt und Adrian aus Aachen angefertigten und stets aktualisierten Grubenrisse geben davon Kenntnis, wo im Bereich der Grubenfelder der Albertsgrube seit dem Jahr 1847 bis zur endgültigen Schließung 1917 fleißige und mutige Bergleute nach den hiesigen Eisen- und Zinkerzvorkommen geschürft haben”, sagt der Heimatforscher.

Lagepläne

Besonders glücklich über die jetzt vorliegenden Lagepläne und Grubenrisse sei der in Wuppertal lebende Herbert Meyer, der sich selbst viele Jahre lang vergeblich um eine Herausgabe der Grubenbilder bemüht hatte. Denn jetzt könne die Geschichte der Grube geschrieben werden.

Der heute 84-Jährige Karl Herbert Meyer stammt aus der letzten Besitzerfamilie der Albertsgrube, derer „zur Mühlen”, und beschäftigt sich intensiv mit der Geschichte der Grube. Den seit 1904 in Hastenrath ansässigen Kalkwerken gibt seine Großmutter noch heute ihren Namen: „Hastenrather Kalkwerke Wwe. Wilhelm Meyer”.

An Kopien der Lagepläne und Grubenrisse zu kommen, war deswegen so schwierig, weil im Bereich der ehemaligen Albertsgrube noch heute Bergwerkseigentum besteht und die Bergbaubehörde eine Einverständniserklärung des Rechtsnachfolgers forderte. Dies ist Armin Gille nun gelungen.
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