Markus Dauns Wunsch: Ein Team, das konstant Leidenschaft zeigt

Von: mic
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Alemannia-Profi Markus Daun (Mitte) war bei den „Tivoli Tigers” im Hag zu Gast und stellte sich den Fragen des Fanclubs. Foto: Michael Cremer

Eschweiler. Sie nennen sich „Tivoli Tigers” und sind der erste eingetragene reine Jugendfanclub von Alemannia Aachen. Als Clubhaus dient eine Hütte im Garten von Familie Kaever im Hag, wo sie regelmäßig zusammenkommen und wo es meist nur um ein Thema geht: ihre Alemannia. Jetzt waren alle ein wenig aufgeregt, denn mit Markus Daun hatten die „Tivoli Tigers” einen waschechten Profi zu Gast.

Nach dem Motto „Platz ist in der kleinsten Hütte” hatten die Jugendlichen in ihrem gemütlichen Clubhaus eine Interviewstunde vorbereitet, bei der der langzeitverletzte Stürmer geduldig Frage um Frage beantwortete. Zustande gekommen war das Treffen auf Vermittlung des Mobilen Jugendarbeiters der Stadt, Olaf Tümmeler, der ebenfalls gekommen war.

Der Fanclub besteht seit Juli 2007 und ist Mitglied der Interessengemeinschaft der Alemannia-Fans und Fanclubs. Derzeit dürfen sich 13 Jugendliche „Tivoli Tigers” nennen, darunter fünf Mädels. Neue Mitstreiter sind jederzeit willkommen. Und wie sich das für einen richtigen Club gehört, gibt es natürlich auch einen Vorstand, der gemäß der Satzung sogar gleich zwei 1. Vorsitzende hat: Christopher Kaever und Tim Kothes.

Nahezu alle Mitglieder besitzen selbstredend eine Dauerkarte und unterstützen ihre Alemannia (nicht nur) bei Heimspielen nach Kräften. Die „Tigers” hatten für das Fanclubtreffen mit Markus Daun einen regelrechten Fragenkatalog zusammengestellt, den Christopher Kaever abarbeitete.

Ganz oben stand natürlich die Frage nach dem Gesundheitszustand des 29-jährigen Eschweilers, der seine Laufbahn bei Germania Dürwiß begann und zwischenzeitlich für Bayer Leverkusen, Werder Bremen, den 1. FC Nürnberg und den MSV Duisburg auf Torejagd ging. Daun meinte, er sei guter Dinge, spätestens im nächsten Frühjahr wieder fit zu sein. Dazwischen liegen allerdings noch mindestens sechs weitere Monate Reha. Gerüchten von einem baldigen Karriereende wegen seines Knorpelschadens widersprach er.

Die „Tivoli Tigers” sprachen den Stürmer auch auf die Turbulenzen während der Zeit unter Trainer Jürgen Seeberger und Sportdirektor Andreas Bornemann an: „Seeberger hatte seine persönlichen Spezis, mit denen er nicht gut konnte.” Spieler und Trainer hätten zwar ständig im Dialog gestanden. „Aber es gab Differenzen, die irgendwann nicht mehr zu überbrücken waren.”

Und wie beurteilt der Alemanne die Saison 2009/2010? „Die jetzige Mannschaft hat größtenteils enttäuscht”, antwortete Daun und kündigte einen Umbruch an. Der Verein werde junge (und ablösefreie) Spieler holen, aus denen eine Mannschaft geformt werden soll, „die konstant Leidenschaft zeigt”. Seine eigene Karriere, vernahmen die „Tivoli Tigers”, würde der Eschweiler gerne in Aachen beenden.

„Ich hänge an dem Verein. Und der Verein weiß, was er an mir hat.” Ob er noch Kontakt zu früheren Mitspielern habe, wollten die „Tivoli Tigers” wissen, und wer sein Lieblingstrainer war. Er werde zum Geburtstag von Tim Borowski nach Bremen fahren, der am 2. Mai 30 Jahre alt wird. Gefeiert wird im Restaurant von Torsten Frings. Und auch sein Lieblingstrainer ist ein Bremer: Thomas Schaaf.

Am Vorabend des Heimspiels gegen Greuther Fürth, wagten die „Tigers” und auch Markus Daun einen Tipp. Einen knappen Sieg und damit einen großen Schritt in Richtung einstelliger Tabellenplatz hatten alle auf der Rechnung. Nach dem unnötigen 2:2 dürften nicht nur die „Tigers” enttäuscht gewesen sein.
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