Marianne Fischer: Seelsorgerin im Haus Regina

Von: Irmgard Röhseler
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Die Harfe hilft ihr, den Senioren im Haus Regina das Heimweh zu nehmen: Marianne Fischer. Foto: Irmgard Röhseler

Eschweiler-Kinzweiler. Wenn die Sorgen und Ängste groß sind, ist es gut, wenn man Menschen an seiner Seite weiß, mit denen man reden kann. Trost und seelsorgerische Unterstützung finden die Bewohner der Senioreneinrichtung Haus Regina in Kinzweiler, die in diesem Jahr Partner unserer Weihnachtsaktion Wunschzettel ist, bei Marianne Fischer.

Vor neun Jahren hat die gebürtige Kinzweilerin das Amt der Seelsorgerin übernommen. Die Ordensfrau des Zisterzienserinnenordens hat damals den Auftrag des Bischofs bekommen, außerhalb des Klosters in der Alten-Seelsorge zu arbeiten.

Die Pflegebedürftigkeit ihrer Mutter, die ebenfalls im Haus Regina ihren Lebensabend verbringt, veranlasste die 65-Jährige, ihr geliebtes Kloster in der Schweiz nach 20 Jahren zu verlassen, um für sie da zu sein. Aber auch für die anderen Menschen, die in den Häusern Regina in Kinzweiler, in Haus Maria in Hehlrath und in Haus Christina in Alsdorf leben. Und so besucht sie einmal wöchentlich die Senioreneinrichtungen, um die Menschen seelsorgerisch zu begleiten. Dies umfasst Wortgottesdienste, gemeinsame Gebete und Gespräche, aber auch Erinnerungsrunden.

Seelsorge bedeutet aber auch lebensgeschichtliche Begleitung. Das reicht von regelmäßigen Besuchen über Einzelgespräche bis zu Bibelrunden. Marianne Fischer trägt dazu bei, dass die Menschenwürde in den Heimen erhalten bleibt – bis zum letzten Atemzug. „Wir reden nicht nur über Gott und übers Beten, sondern meist über das Alltägliche“, erzählt Fischer. „Die Menschen sollen merken, dass sie wertgeschätzt sind. Wenn es ihnen auch gut geht in den Heimen, so haben sie doch immer wieder Heimweh nach dem einst so trauten Zuhause.“ Ein Gespräch mit der Seelsorgerin wirke da oft Wunder. Gerade am Anfang tun sich die meisten Bewohner schwer. „Meine Mutter lebt seit sieben Jahren hier und fühlt sich superwohl, aber auch sie hat so manches Mal Heimweh!“

Marianne Fischer zeichnet aber noch etwas aus: Wenn sie die Menschen, die an Demenz erkrankt sind, besucht, nimmt sie ihre Harfe mit. Das Harfenspielen hat sich die Ordensfrau, die von Hause aus Klavier spielt, selbst angeeignet. „Damit habe ich schon gute Erfahrungen gemacht, auch in der Sterbebegleitung“, erzählt Marianne Fischer. „Mit Musik erreicht man Menschen, die man verbal nicht erreichen kann, sie werden dann ganz ruhig.“ Auch die Klangschalen-Massage zeige bei vielen Bewohnern eine gute Wirkung. Die Ordensfrau hat sich eigens darin ausbilden lassen, genauso in der Sterbebegleitung, in der Pastoralpsychologie und in der klinischen Seelsorge.

Ihr jüngstes Projekt ist nun ein Zehn-Sprachen-Kursus: „So kann ich mit den Leuten auch in der jeweiligen Muttersprache beten!“

Der Lions-Club Eschweiler-Ascvilare erfüllt die Herzenswünsche von Christa B. (69), von Franz D. (76), Elisabeth J. (89 und Hans-Peter B. (54); Lebensweisen Regina Kühne beschert Stefan B. (64); Josi und Bernd Walden legen ein Päckchen für Sieglinde Z. (76) auf den Gabentisch; Resi Essers packt ein Präsent für Elisabeth H. (83); Astrid Wrabetz erfüllt den Wunsch von Irmgard P. (93); Martina Schauff beschert Sibille G. (89); Maria Kommerscheidt legt ein Päckchen für Annegret K. (78) unter den Tannenbaum. Willi Scheller brachte uns eine Geldspende. Ihnen allen ein herzliches Dankeschön!

Unerfüllt blieben die Herzenswünsche von Heinz H. (79): Rasierapparat von Braun; Lucienne F. (85): Reisetasche aus Stoff, dunkle Farbe, mit Reißverschluss; Elisabeth Sch. (94): Twin-Set, Gr. 44-46, kurzärmelig, V-Ausschnitt, flieder oder pastellgrün; Elfriede W. (80): Pullover, Gr. 52, blau gestreift, langärmelig, Rundhals-Ausschnitt; Hildegard Sch. (80): Birkenstock-Latschen, Gr. 39, schwarz oder braun, hinten offen; Margot B. (87): Seidenblumenstrauß, Rosa- oder Rottöne (Biedermeier).

Heute veröffentlichen wir unseren letzten Wunschzettel. Es wäre schön, wenn wir auch die letzten Herzenswünsche für die Bewohner erfüllen können. Bitte helfen Sie mit und rufen uns unter Telefon 5554930 an. Wir freuen uns auf Sie!

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