Mangelhafter Blausteinsee: 16 Messungen zur Verbesserung

Von: tob
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Hoffen, dass die Wasserqualität schnell nicht mehr mit „mangelhaft“ ausgezeichnet ist: Hans Johnen, Hermann Gödde und Heinz Rehahn von der Stadt Eschweiler (von links). Foto: Tobias Röber

Eschweiler-Dürwiß. Damit das „mangelhaft“ möglichst schnell von der interaktiven Badegewässerkarte des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz verschwindet, sind am Blausteinsee erste Maßnahmen ergriffen worden. Messungen hatten eine Verschlechterung der Wasserqualität ergeben, die schlechte Note ist die Folge.

Seit einigen Tagen werden die Bürger daher nun mit leuchtend roten Schildern auf das Fütterungsverbot aufmerksam gemacht. Vorher wurde lediglich nett darum gebeten, die Wasservögel nicht zu füttern. Deren Kot soll das Wasser so stark verunreinigen, dass es zu den schlechten Werten kam. Hans Johnen, Mitarbeiter der Blausteinsee GmbH und Begleiter des Sees seit der ersten Stunde, kennt die Probleme, die es mitunter mit eifrigen Fütterern gibt. Nun soll jedoch rigoroser durchgegriffen werden.

Zudem wird in diesen Tagen eine zweite Frischluftschneise geschlagen, die bei Westwind für Frischluft im See sorgen soll. Dafür sorgt die Untere Landschaftsbehörde, die die Wabe Aachen (Diakonisches Netzwerk Wohnung, Arbeit und Beratung) mit dem Projekt beauftragt hat.

Auch fünf neue Mülleimer wurden bereits bestellt. Diese sollen künftig zudem häufiger geleert werden. Ein absolutes Hundeverbot an der Badestelle soll ebenfalls durchgesetzt werden. Das wird sicherlich noch für reichlich Diskussionen sorgen. Schon jetzt beschweren sich erste Hundebesitzer.

Die Note „mangelhaft“ resultiert aus 16 Messungen, deren Durchschnitt für die Bewertung herangezogen wird. Schon im April sollen die Messungen beginnen. Wöchentlich werden dann Proben entnommen. Das bedeutet, dass das „mangelhaft“ eigentlich erst vier Monate später verschwinden kann – nach 16 Messungen. Um diesen Zeitpunkt vorzuverlegen befinde man sich derzeit in Verhandlungen mit dem Landesumweltamt, sagt Hermann Gödde, Technischer Beigeordneter der Stadt. Diskutiert wird auch über die Art der Messungen. Für die gibt es natürlich genaue Vorschriften. So muss die Wassertiefe an der Messstelle einen Meter betragen, die Probe muss in einer Tiefe von 30 Zentimetern entnommen werden. Es könne laut Gödde sein, dass diese Vorschriften so nicht bei allen Messungen eingehalten wurden.

Weitere Projekte sind in Arbeit. An der Liegewiese soll noch in der Badesaison 2013 ein Pavillon seinen Betrieb aufnehmen, eine Art Kiosk, der die Gäste versorgt. Betrieben wird er wie die geplante neue Gastronomie von Lersch. Die Planung des Pavillons und der Gastronomie wurden an das Architekturbüro Scholl vergeben. Am 1. April 2014 soll die neue Gastronomie am Blausteinsee ihren Betrieb aufnehmen. Der Liegebereich wird zudem vergrößert. Bäume wurden gefällt, das rund 300 Quadratmeter große Areal soll zum Teil mit Sand aufgeschüttet werden.

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