„Mama Africa“: Big Bandits spielen im Talbahnhof

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Die Big Bandits sind am Samstag mit ihrem Programm „Mama Africa“ im Talbahnhof zu sehen.

Eschweiler. Die Big Bandits präsentieren am Samstag, 30. November, 20 Uhr, im Talbahnhof ihr neues Konzert „Mama Africa“ . Die Big Bandits sind eine Jazz-Bigband aus der Region Aachen, die in den vergangenen Jahren immer wieder mit ausgesprochen profilierten musikalischen Projekten verschiedenster Stilrichtungen auf sich aufmerksam gemacht hat.

Mit ihrem unverwechselbaren Bigband-Sound präsentierte sie unter anderem die Musik des Ausnahmegitarristen Jimi Hendrix, ein Programm mit tanzbaren Soul-Klassikern sowie zuletzt das Programm „Sounds of Today“ mit aktueller Big-Band-Musik.

In ihrem aktuellen Programm „Mama Africa“ begeben sich die Big Bandits nun auf Spurensuche nach den Wurzeln der afroamerikanischen Musik. Durch die Verschleppung von Afrikanern als Arbeitssklaven nach Amerika und die spätere Verschmelzung deren kultureller Traditionen mit mitteleuropäischen Einflüssen, entstand unter anderem die afroamerikanische Musik, die durch die archaische Kraft ihrer afrikanischen Wurzeln große Teile der Popularmusik des 20. Jahrhunderts prägend beeinflusst hat(z.B. Blues, Soul, R&B, Hip Hop) und auch in der klassischen Musik dieser Epoche wichtige Spuren hinterließ (zum Beispiel bei Gershwin und Dvorak).

Auf der Suche nach den Wurzeln dieser Musik sind die Big Bandits in Afrika aber auch in der übrigen Welt zu vielen interessanten Funden gekommen: Musik aus vielen schwarzafrikanischen Ländern, die sich trotz einer Synthese mit Jazz ihre archaische Kraft und Einfachheit bewahrt hat.

Besonders intensiv ist das Musikleben in Südafrika, wo während der langen Zeit der Apartheid der Afro-Jazz die Musik des politischen Widerstandes war. Hier konnten sich auch die meisten Musiker mit internationaler Ausstrahlung profilieren wie z.B. Miriam Makeba, Dollar Brand (Abdul Ibrahim) und Chris McGregor.

Das Big-Bandit-Programm beinhaltet neben Kompositionen von ihnen aber auch Musik international weniger bekannterer Komponisten aus Ghana, Senegal und Tansania. Außerdem sind die Musiker aus Aachen und Umgebung den Spuren afrikanischer Musik in der übrigen Welt gefolgt und haben neben bekannten Künstlern wie Elton John (König der Löwen) und Phil Collins auch bei anderen Musikern zwischen Oslo und Wien spannende musikalische Auseinandersetzungen mit dem Thema Afrika gefunden. So ist ein Programm entstanden, dass die afrikanische Musik, und von dieser inspirierte Kompositionen mit ihrer rhythmischen Vielfalt und ihrer Fröhlichkeit und Lebensfreude wundervoll repräsentiert.

Als Gäste zu diesem Projekt sind eingeladen: Julie Nana Assiamah aus Ghana (Gesang) und Pascal Salimou aus dem Senegal (Percussion). Die der Gospelszene entstammende Sängerin Julie Nana Assiamah – mit deutsch-ghanaischem Familienhintergrund – konnte während ihrer internationalen Ausbildung verschiedenste musikalische Erfahrungen in den Bereichen Gospel, Soul, Jazz und Reggae machen. Unter anderem sang sie beim mit Musikern aus den USA, Jamaika und Deutschland besetzten „One Love Project“.

Als Percussionisten konnte die Band den aus dem Senegal stammenden Musiker Pascal Dominique Salimou gewinnen. Als Sohn und Enkel von Menke Sari Sagna und durch Pascals Ausbildung und Erfahrung als Mitglied des Nationalballetts Bougarabou in Dakar ist er in der Lage, die traditionellen Rhythmen zusammen mit der Band sehr authentisch darzubieten.

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