Männerquartettverein „Harmonie“ überzeugt mit Adventskonzert

Von: lbe
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Hoch konzentriert und auf das Wesentliche beschränkt lud der Chor zu einer Vesper am dritten Advent. Foto: Laura Beemelmanns

Eschweiler. Ulrike Ritzen trägt – dem Anlass entsprechend - feine Abendrobe. Sie hat ein schwarzes Kleid gewählt, mit feinen Strasssteinchen am Kragen. Es ist ihr erstes kleines Konzert in der St. Marien-Kirche in Röthgen – zumindest in dieser Konstellation. Sie wirkt konzentriert, ist voll und ganz versunken in den Klängen der klaren und doch feinen Männerstimmen.

Ulrike Ritzen hat erst vor wenigen Wochen die Leitung des Männer-Quartetts „Harmonie“ Eschweiler-Nothberg übernommen. In der Kürze der Zeit war das traditionelle Advents-Konzert des Quartetts unmöglich, sagt sie. Doch ganz darauf verzichten wollten weder die Sänger, noch die Zuhörer. Und so hat sich die Kirchenmusikerin zusammen mit ihren männlichen Sängern dazu entschlossen, es am dritten Advent etwas ruhiger, dezenter und in kleinerem Rahmen anzugehen. „Es sollte eine eher meditative Advent-Vesper werden“, erklärt sie. Und das haben sie gemeinsam auch geschafft.

Wenig Schnickschnack

Von außen wirkte die Kirche fast unbelebt und dunkel. Doch schon wenige Meter vor der großen und schweren Eingangstüre konnte man dem Gesang und den Geschichten von Gemeindereferentin der Katholischen Kirche in Eschweiler Angela Pohl lauschen. Es gab wenig Schnickschnack drum herum, die Stimmen des Chors standen im Vordergrund, wurden nur hin und wieder vom Klavier begleitet.

Ulrike Ritzen und die Sänger wechselten sich zumeist ab. Zwischen Stücken wie „Es wird schon gleich dunkel“, „Gott meine Zuversicht“ und „Maria durch ein Dornwald ging“, ließ sie sowohl am Klavier als auch an der Orgel Stücke wie „Morgen kommt der Weihnachtsmann“ und „Wir sagen euch an den lieben Advent“ erklingen.

Neue Stimmen willkommen

Es war das pure Handwerk, das überzeugen sollte, ihre ganz eigene Kunst: das Talent der Sänger, der Klang der Instrumente und die besinnlichen Geschichten von Angela Pohl. „Es sind kleine, bescheidene Geschichten, die gerade deshalb auf Weihnachten verweisen“, sagt Pohl. Selbst die Programmhefte waren noch in Schönschrift von Hand angefertigt worden und lagen als Kopien aus. Schließlich musste alles ganz schnell gehen. Lediglich sieben Proben standen zur Verfügung. „Es war übers Knie gebrochen“, sagt sie. Doch es hat funktioniert. Sie hat ihren vier-stimmigen Chor im Griff, daher auch der Name „Quartett“, obwohl 13 Männer im Chor mitsingen.

Es können jedoch auch gerne noch mehr werden, sagt Ulrike Ritzen. Der Chor probt an jedem Freitag, 19.30 Uhr, im Hotel „Alte Barriere“. Neue Gesichter und Stimmen seien immer gerne willkommen.

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