Lydie Auvray holt das Akkordeon aus dem Schlagermuff

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Gastiert mit ihrem Trio im Kul
Gastiert mit ihrem Trio im Kulturzentrum Talbahnhof: die bekannte Akkordeonspielerin Lydie Auvray.

Eschweiler. Die bekannte französische Akkordeonspielerin Lydie Auvray ist am Freitag, 16. März, 20 Uhr, zu Gast im Kulturzentrum Talbahnhof. Im Laufe der schon über 30-jährigen Bühnenkarriere von Lydie Auvray hat sich ihr Name zu einem Synonym für moderne und leidenschaftliche Akkordeonmusik entwickelt.

Der Französin gebührt ein wesentlicher Anteil an dem „kulturhistorischen” Verdienst, das Akkordeon in Deutschland gründlich von dem ihm anhaftenden Volksmusik- und Schlagermuff befreit zu haben.

Ihre Arbeit in Form von mittlerweile 18 Alben und ungezählten Live-Konzerten ist umfangreicher Beleg dafür, wie wunderbar und vielfältig dieses Instrument sein kann - wenn es denn in den richtigen Händen ist.

Einen großen Teil des Weges hat Lydie Auvray zusammen mit ihrer Gruppe, den „Auvrettes”, zurückgelegt. Bei ihren Konzerten und an nahezu allen CD-Produktionen sind die vier Bandmusiker beteiligt.

Spätestens seit Veröffentlichung von „Pure”, der ersten und einzigen Solo-CD-Produktion von Lydie Auvray im Jahr 2004, die gleichsam Überraschung wie Begeisterung bei ihren Fans auslöste, gab es immer wieder den bis dato unerfüllten Wunsch nach Solo- oder ähnlich akustischen Konzerten.

Erst umjubelte Kurzauftritte bei Benefizveranstaltungen, die ausnahmsweise solistisch, als Duo und Trio absolviert wurden, „verhalfen” Lydie Auvray zu der Entscheidung, unter dem gleichnamigen Programmtitel zum ersten Mal im Trio ein abendfüllendes Konzert zu spielen und ihrem Publikum ein etwas anderes Live-Erlebnis zu präsentieren.

„Genauso wie die lauten und schnellen Musikstücke liebe ich die leisen Töne. Die feinen Dialoge mit der Gitarre, die Zwischentöne mit dem Klavier”, sagt sie. Im Trio-Programm erleben die Zuschauer das Zusammenspiel von zwei oder drei Instrumenten und natürlich auch reine Solo-Darbietungen mit dem Akkordeon.

Berührende Lieder

„Ich trete nun schon so lange als Musikerin auf, aber dieses neue Projekt ist für mich eine echte Herausforderung. Meine Vorfreude ist genauso groß wie meine Anspannung”, gesteht sie.

In diesem Programm, das ausschließlich aus eigenen Kompositionen besteht, finden sich die typischen „lydiesken” Walzer und Tangos, gehaltvolle, berührende Lieder in französischer Sprache, deren Inhalt die Künstlerin charmant erläutert, und auch Weltmusik im weitesten Sinne - mal lyrisch-melancholisch, mal rhythmisch-feurig.

Neben Lydie Auvray sind Eckes Malz (Klavier) und Markus Tiedemann (Gitarre) zu hören.
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