Lukas Greven bleibt an der Spitze der Jungsozialisten

Von: Christoph Hahn
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Gruppenbild mit politischen Freunden: Einstimmig wurde Lukas Greven (vordere Reihe, Mitte) bei der Jahreshauptversammlung der Eschweiler Jusos in seinem Amt als Vorsitzender bestätigt. Foto: Christoph Hahn

Eschweiler. In Eschweiler sind die Jungsozialisten (Jusos) wer – das sah der Beobachter bei der Jahreshauptversammlung der SPD-Jugendorganisation in der Indestadt schon an der geballten Präsenz der Polit-Prominenten: Bürgermeister, Fraktionsvorsitzende, Bundestagskandidatin und Ratsherren.

Sie alle und noch mehr Nahestehende ließen es sich nicht nehmen, die Zusammenkunft im „Haus Lersch“ zu besuchen und in den Grußworten die Junioren in ihren Standpunkten zu bestärken. Außerdem wählten die 13 Stimmberechtigten (insgesamt gibt es in Eschweiler derzeit 76 Jusos) einen neuen Vorstand.

Der ist zumindest an der Spitze der alte – nur amtiert er nicht mehr kommissarisch: Lukas Greven steht weiterhin an der Spitze. Er wie seine Vorstandskollegen (siehe Infotext) wurden einstimmig gewählt. Wortmeldungen oder gar Kontroversen gab es bei diesem Tagesordnungspunkt ebenso wenig wie bei Grevens Rechenschaftsbericht. Zeichen der Solidarität über die Stadtgrenzen hinweg: Zwei Jusos aus Stolberg amtierten als Mitglieder der Mandatsprüfungskommission.

In seinem Rückblick auf die zurückliegenden anderthalb Jahre freute sich der Eschweiler Juso-Chef über die „effektive Arbeit mit einem kleinen Team“ seit Juli 2015, der eine „schnelle Fehleranalyse“ vorangegangen sei. Mit einer Veranstaltung über das belgische Atomkraftwerk Tihange habe eine große Wirkung auf die Öffentlichkeit erzielt werden können. Ein Wort des Dank galt Vize Andreas Lutter: „Du warst in schweren Zeiten die Konstanz.“ Mit Blick auf die Zukunft äußerte sich Greven optimistisch: „Ich freue mich, viele neue Gesichter zu sehen.“

Bürgermeister Rudi Bertram schwor in seinem Grußwort seine Zuhörer auf die Auseinandersetzung mit dem politischen Widersacher ein – und der steht für ihn weit außen am rechten Rand des politischen Spektrums: „Das sind unsere größten Gegner.“

Und: „Mich widert das an!“ Beredt warnte der erste Mann im Rathaus darüber hinaus vor dem Erstarken der „Alternative für Deutschland“ und deren Konsequenzen: „Lasst Euch diese Demokratie, lasst Euch diese Gesellschaftsordnung nicht nehmen.“ Mit rhetorischem Geschick appellierte Bertram an das Selbstbewusstsein der Jusos: „Ihr seid stolze Sozialdemokraten – zeigt das!“ Er forderte die jungen Genossen zum politischen Engagement auf: „Glaubt mir: Es lohnt sich.“

Wie schon Rudi Bertram, so hatte auch Bundestagskandidatin Claudia Moll ihr Publikum auf die Auseinandersetzung mit rechten Kräften eingeschworen: „Wir müssen alles dafür tun, dass die AfD nicht mehr so stark wird.“

Nadine Leonhardt, die Vorsitzende der SPD-Fraktion im Stadtrat, stellte politische Eckpfeiler wie Solidarität und Gerechtigkeit und rief die jungen Frauen und Männer im Saal dazu auf, diese Grundzüge sozialdemokratischen Handelns „angepasst an das, was wir heute brauchen“, in den Vordergrund zu stellen. Sie warb um die Bereitschaft zum Dialog mit den älteren Parteifreunden. Nadine Leonhardts Aufruf: „Streitet und gestaltet mit uns!“

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