Eschweiler - Low-tec öffnet Türen für junge Leute ohne Beruf

Low-tec öffnet Türen für junge Leute ohne Beruf

Von: Andreas Röchter und Carmen Welsch
Letzte Aktualisierung:
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Feine Handarbeit: Die jugendlichen Teilnehmer der low-tec-Maßnahmen werden von ihren Werkleitern nicht zuletzt auch in Sachen Handwerk geschult.

Eschweiler. Seit Mitte der 90er Jahre bietet die Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft low-tec in Eschweiler jungen Menschen die Möglichkeit, in das Arbeitsleben hereinzuschnuppern. Als Zielgruppe gelten dabei Jugendliche im Alter zwischen 16 und 18 Jahren, die ihre Vollzeitschulpflicht erfüllt haben, jedoch in der Regel ohne Schulabschluss sind.

Ziel des niedrigschwelligen Angebots ist es, den Jugendlichen Hilfestellung bei der Berufsorientierung zu geben und durch Praktika in Betrieben die Möglichkeit auf einen Ausbildungsplatz zu verbessern. Ab dem 1. August startet nun in den neuen Räumen der low-tec gGmbH an der Südstraße eine weitere einjährige Maßnahme mit bis zu 40 Teilnehmern.

Zwei Tage in der Woche nehmen die Jugendlichen am Unterricht an den Berufskollegs in Eschweiler und Stolberg teil. An den restlichen drei Tagen steht die praktische Qualifizierung in den Werkstätten der low-tec oder im Praktikumsbetrieb auf dem Programm.

„Es geht in erster Linie darum, Arbeitstugenden wie Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit zu vermitteln”, erklärt Sozialpädagogin Sylvia Bergmoser, die seit Januar für die low-tec tätig ist. Das Angebot der Beschäfigungs- und Qualifizierungsgesellschaft reicht dabei von Floristik über künstlerisches Gestalten bis hin zum Umgang mit Holz in der Schreinerei. „Wobei die Richtung, in die unsere Jugendliche hier bei uns gehen, unverbindlich ist. In späteren Praktika kann die Tätigkeit eine völlig andere sein”, macht Sylvia Bergmoser deutlich.

Die Sozialpädagogin ist mit ihrem Kollegen Jörg Meisslinger sowie den Werkleitern nicht nur für die berufliche Qualifizierung zuständig, auch der soziale Aspekt soll nicht zu kurz kommen. „Wir sind auch Ansprechpartner für die Jugendlichen, wenn es beispielsweise um die Wohnungssuche, Behördengänge oder auch um familiäre Probleme geht”, betont die low-tec-Mitarbeiterin, die großen Wert auf das Engagement ihrer Schützlinge legt. „Die Jugendlichen müssen nichts perfekt können, sie müssen aber vor allen Dingen Willen aufbringen.”
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