Lohner fühlen sich von Verwaltung nicht ernst genommen

Von: ran
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Will sich für die Belange der Lohner und Fronhovener einsetzen: der Vorstand des CDU-Ortsverbands mit dem Vorsitzenden Franz-Josef Auer (Mitte). Links CDU-Fraktionschef Willi Bündgens. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Ein nahezu vollständig in den Ämtern bestätigter Vorstand sowie erboste Bürger: Die Mitgliederversammlung des CDU-Ortsverbands Lohn in der Gaststätte Rinkens hatte zwei vollkommen unterschiedliche Halbzeiten!

Grund des Zorns der Bewohner des nördlichsten Stadtteils der Indestadt ist unter anderem die vor einigen Tagen in Lohn und Fronhoven gestartete Baumaßnahme zur Erneuerung der Straßenbeleuchtung (wir berichteten). Wobei genauer gesagt nicht nur die Baumaßnahme als solche den Kritikern sauer aufstößt, sondern vor allem die laut Lohner Bürger äußerst kurzfristige Benachrichtigung, die ihnen erst am 19. Mai in die Briefkästen geflattert sei. Und zwar samt Mitteilung, dass jeder Anwohner mit einem bis drei Euro pro Quadratmeter anrechnungsfähiger Grundstücksfläche an den Kosten der Maßnahme beteiligt werde. Darüber hinaus bekräftigten die Mitglieder der Bürgerinitiative „Windkraft mit Abstand“ ihre Forderung in Richtung Stadt, keine Vorrangzonen für Windenergieanlagen am Ortsrand von Neu-Lohn/Fronhoven auszuweisen.

Zuvor arbeiteten die Lohner Christdemokraten ihre Tagesordnung zügig ab. Und diese sah vor allem die Neuwahl des Vorstands vor: Einstimmig wurde zunächst der Vorsitzende Franz-Josef Auer in seinem Amt bestätigt. Ihm zur Seite als stellvertretender Vorsitzender wird Thomas Graff stehen. Zum Nachfolger des aus beruflichen Gründen aus dem Amt des Geschäftsführers scheidenden Frank Wolff wurde Ralf Mitzlaff gewählt. Den Vorstand komplettieren die drei Beisitzer Gereon Graff, Thomas Wintz sowie Jonas Wintz.

Anschließend wurde es emotional, denn es scheint sich bei den Lohner Bürgern einiges an Ärger in Richtung Stadtverwaltung angestaut zu haben. Die Erneuerung der Straßenlaternen, deren Kosten bei rund 518000 Euro liegen, scheint das Fass zum Überlaufen zu bringen. „Wir bekommen einen lapidaren Brief in die Briefkästen geworfen und wenige Tage später rollen die Bagger an. Dies ist kein Umgang mit mündigen Bürgern, denn offensichtlich wird uns kein Mitspracherecht eingeräumt“, lautet einer der Hauptvorwürfe.

Vollstes Verständnis für die Erregung der Anwohner zeigt der CDU-Fraktionschef Willi Bündgens: „Insgesamt ist die Informationspolitik der Verwaltung schon seit längerer Zeit nicht ausreichend. Ich schlage deshalb vor, mit Helmut Gühsgen den Leiter des Bauverwaltungsamtes nach Lohn einzuladen.“ Ein Vorschlag, den auch Franz-Josef Auer unterstützt. Er bat, ihm und seinen Vorstandskollegen die Anliegen in schriftlicher Form zukommen zu lassen. Der Fragenkatalog soll dann kurzfristig der Verwaltung zur Beantwortung vorgelegt werden soll.

Ebenfalls hohe Wellen in Lohn schlägt die geplante 2. Änderung des Flächennutzungsplanes zur Ausweisung von Konzentrationsflächen für Windenergieanlagen am Ortsrand von Neu-Lohn/Fronhoven. Die Initiative kämpft darum, dass die Windräder nicht näher als 2000 Meter an Neu-Lohn/Fronhoven heranrücken.

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