Lohner Damenpräsidentin feiert ihren Abschied von der Bühne

Von: jlm
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Die stolze Truppe in rot und weiß bewies erneut ihr tänzerisches Können und erntete schallenden Applaus. Foto: Julia Meuser
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Die zweite Garde zeigten den Zuschauerinnen einmal, wie das damals mit dem Schneewittchen wirklich abgelaufen ist.

Eschweiler. Endlich war es wieder soweit: Das Festzelt an der Lohner Grillhütte füllte sich am Freitagabend, bis schließlich zu närrischer Stunde der Damenelferrat mir seiner Damenpräsidentin Claudia Kerres die Bühne betrat und die 25. Damensitzung der KG Kirchspiel Lohn einläutete.

„Wir wollen singen, tanzen und lachen“, verkündete die Präsidentin zu Beginn und so sollte es sein. Musikalisch begleitet wurde der Abend von Heinz-Peter Arnolds an den schwarz weißen Tasten. Den Auftakt machte das Uniformiertenkorps, bestehend aus dem ersten Reservisten- und Gardechor, der Tanzgarde, der ersten Garde und dem Tanzmariechen Jill Ganser sowie dem Spielmannszug Grün-Weiß Fronhoven-Langendorf. Die stolze Truppe bewies auf der Bühne ihr Können und begeisterte die Närrinnen im Saal.

Hip Hop aus Karnevalsliedern

Kurz darauf betraten Ernst und Willi die Bühne und stellten sich auch gleich vor: sie seien nämlich zwar Rentner, aber – und das sei an diesem Abend besonders wichtig - immer noch Single. „Ich fühl mich gerade wie vor meinem ersten Beipass“, erklärte Ernst vergnügt, der kurz zuvor noch erklärt hatte, er sei heute extra medikamentös relativ gut eingestellt. Sie begeisterten ihre Zuhörerinnen auch musikalisch mit einem Hip Hop, geschrieben aus den 30 beliebtesten Karnevalsliedern.

Ihnen folgte ein Auftritt aus den eigenen Reihen der KG: Die zweite Garde zeigte den Jecken, wie das damals mit dem Schneewittchen wirklich war. So wurde sie von einem vergifteten Cheeseburger getötet.

Danach wurde es laut im Festzelt: De Halunke, seit über 11 Jahren auf den Bühnen des Rheinlands unterwegs, besuchten die Lohner Mädche und hatten zahlreiche kölsche Karnevalslieder im Gepäck. Sie feierten mit den Jecken im Zelt, bis blaublütiger Besuch vor der Türe stand.

Prinz Thomas I. zog mit seinem Zeremonienmeister Harald und seinem Gefolge in das Festzelt ein und wurde dabei von den vielen Feiernden gebührend empfangen. Auf der Bühne angekommen, bedankte er sich nicht nur für den tollen Empfang, sondern auch „für alles das, was da noch kommen mag. Ich weiß nicht, ob ich das nachher noch kann“, so der Prinz, der bereits Böses ahnte. Und er sollte Recht behalten. „In Lohn muss sich der Prinz erst bewähren, bevor wir Frauen ihn verehren“, erklärte die Damenpräsidentin. Claudia, die Bachelorette 2015, stand vor einer schweren Entscheidung, denn sie vergab an diesem Abend die letzte Rose.

Während eines Speed dates mit beiden Kandidaten sollte der Richtige erwählt werden. Sie lege viel Wert auf Fitness, singe und tanze gerne. Sie fragte die Auserkorenen daher nach ihren Lieblingssportübungen, mit welchem Lied sie ihr Herz erobern würden und bei welchem Lied sie gemeinsam über die Tanzfläche gleiten würden, wenn die Hochzeitsglocken läuten.

Danach stand dann die Entscheidung an. Prinz Thomas I. schien die Bachelorette mit seinem Disco Fox statt dem üblichen Hochzeitswalzer ein wenig abgeschreckt zu haben. Zerm Harald könnte die Kästen Wasser zumindest auch mit einer Hand runter in den Keller tragen, überlegte sie. Aber in Wahrheit gehöre ihr Herz ja nur einem: Prinzenführer Dieter Wolf. Ihm sollte die entscheidende Rose gehören. „Die Prinzen und Zeremonienmeister kommen und gehen, aber er ist jedes Jahr hier“, schmachtete sie. Und auch die beiden Kandidaten mussten da einlenken: „Solch einen Charme können wir gar nicht ausstrahlen.“ Doch auch diese Audienz musste irgendwann einmal beendet werden und das närrische Programm der KG wurde fortgesetzt.

Reise in entfernte Länder

Die Teenage Spätlese und das Männerballett der Bösen Buben entführten die Jecken in entfernte Länder. Heinz Gröning, „1,83 m geballte Mannespower”, so der Komiker, holte die Damen mit seiner Gitarre in das Festzelt zurück.

Im Anschluss marschierten die Mädchen der Lightnings auf die Bühne, begeisterten mit ihrer tollen Performance und bedankten sich bei ihrer Damenpräsidentin, die an diesem Abend das letzte Mal die Sitzung leitete. Auch die Rurwürmer bedauerten dies und dankten Claudia Kerres.

Dann war es soweit: Celine und Steffi alias Crazy Ladies betraten die Bühne. „Sie sehen super aus, sie können singen, sie können tanzen. Mein spezielles Highlight an diesem Abend”, so die Damenpräsidentin. Dass eigentlich zwei Männer auf der Bühne standen, sollte man nicht meinen: Perfekt gestylt imitierten sie gekonnt Helene Fischer, Whitney Houston, Cher und Abba und performten auch „Marmor, Stein und Eisen bricht“. Bei der After Show Party ließen es dann alle Jecken noch einmal krachen.

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