Lohn hat „das beste Publikum der Welt“

Von: jlm
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Die Showtanzgruppe der KG Kirchspiel Lohn, The Lightnings, zeigten ihren Damen, wofür sie das ganze Jahr trainiert hatten, und ernteten schallenden Applaus. Foto: Julia Meuser

Lohn. Seinen Nachwuchs braucht das Kirchspiel Lohn nicht zu verstecken: Eine stolze Zahl kleiner Uniformierter marschierte am Freitagabend auf die Bühne des Lohner Festzeltes, um ihr Publikum auf die anstehende Damensitzung einzustimmen.

Die Kinderpräsidentin Maxi Ganser führte durch das kleine aber feine Programm: die Gardeströpp, das Kindertanzpaar Anna Zander und Tim-Joshua Hoven, die Garde Kids, sowie die Jugendgarde, jeweils trainiert von Nicole Münstermann und Natalie Gilles, sowie das Kindermariechen Magdalena Nowicki und das Jugendmariechen Hannah Rambau bewiesen ihr tänzerisches Können und begeisterten die Lohner Damen.

Und dann war es auch schon so weit: Der Damenelferrat eröffnete mit seiner neuen Präsidentin Giulia Plum die Sitzung, Peter-Heinz Arnolds begleitete den Abend musikalisch. Und auch mit einer neuen Führungsspitze seien sie „aber immer noch der Elferrat mit dem besten Publikum der Welt“, schmeichelte die Präsidentin auch gleich dem Publikum.

Eröffnet wurde das närrische Treiben von dem Uniformiertenkorps der KG: das Aushängeschild der Gesellschaft, das Tanzmariechen Jill Ganser, erntete schallenden Applaus für ihre Leistungen und auch das Tanzpaar Jana und Marc Dolfen, die an diesem Abend ihre Premiere feierten, meisterten ihren Auftritt mit Bravour. Dann bewies das erste Gardekorps sein Können. Den Schluss machten der Regimentsspielmannszug Grün-Weiß Fronhoven-Langendorf unter der Leitung von Friedrich Rubbeling, sowie die Tanzgarde.

„Ich, die Kurze, begrüße als Eisbrecher den Langen“, tönte es kurz darauf durch das Mikrofon und Alfred Wings stürmte die Bühne. Er klagte über den Einkaufswahnsinn meist in Zusammenhang mit seiner Frau. In den Schuhgeschäften sei sie sogar namentlich bekannt. Wenn sie nach Stunden das gesamte Sortiment persönlich kenne, sage sie immer zu den Verkäufern: „Ich überleg es mir nochmal.“

Bei Deichmann hänge mittlerweile ein Schild: „Willkommen hier im Einkaufstreiben. Nur sie muss leider draußen bleiben.“ Eine gute Erfindung: Bei Ikea gebe es mittlerweile einen Männerhort. Wenn sie Teelichter kaufe, bekäme er sein Lieblingsfußballtrikot, könne sich in der großen Spielothek amüsieren, ein T-Bone-Steak essen, und der erste Schnaps gehe aufs Haus.

Heiratsantrag auf der Bühne

Auch die Tänzerinnen und Tänzer des Karnevalskomitees der Stadt besuchten die Lohner Damen und tanzten sich in ihre Herzen. Danach gab es was für die Ohren: Brass on Spass 86, die Eschweiler Stimmungsband unter der Leitung von Rouven Berndt, marschierte mit Kasallas „Pirate“ ein und brachten das Zelt zum Kochen. Sie hatten auch die zwei beliebtesten Karnevalslieder des Rheinlandes im Gepäck: „Drink doch ene met“ von den Bläck Fööss und „Viva Colonia“ von den Höhnern.

Prinz René I. und sein Zerm Daniel kamen im Anschluss schließlich nicht drum herum, die „wahnsinnige Stimmung“ zu bemerken. Gemeinsam feierten sie ihren Eischwiele Fastelovend und wurden auch gleich von der Lohner Präsidentin geehrt: „Ihr seid mein erstes Prinzengespann, und ich glaub‘, ich werde euch niemals vergessen“, dankte sie beiden.

Die Prinzenbläser sorgten dann noch einmal für Stimmung im Zelt, wurden jedoch etwas blass, als Prinz René schließlich darauf bestand, einmal zu kontrollieren, ob auch jeder rote Socken trug. Doch nur einer musste mit einer Strafe rechnen. Zu guter Letzt interpretierten die Feiernden kurzerhand Brings Hit zu „Eischwiele Jung“ um und tanzten noch einmal über die Bühne und durch das Zelt.

Die „Teenager Spätlese“ des KG Kirchspiels tanzte erst im Bademantel, dann im blauen Glitzerkleid über die Bühne, bevor der Kistedüvel, Thilly Meester, die Bühne betrat. Sie klagte über „die zwei Ks“, über die in jeder Ehe am meisten gestritten werde: Die Kilos und das Kochen.

Sie trainiere deshalb in der „Muckibude“, ihr Fan, „die Testosteronmumie, die alte Machokakerlake“ trainiere dabei immer in ihrer Nähe. Der könnte auch schon einen Nebenjob bei Körperwelten haben, versuchte sie ihn zu beschreiben. Sein Trainingsanzug sei dabei immer hauteng und in Leberwurstmetallic. Da könne man alles sehen – „Das ist wie bei einem großen Unfall auf der Autobahn. Du willst nicht gucken, aber du musst!“

Wie im letzten Jahr bereicherten auch dieses Mal die Tatas aus Hergenrath das bunte Programm: Bruno Krickel, Herbert Langohr und Patrick Senster strapazierten die Lohner Lachmuskeln und kamen an einer Zugabe nicht vorbei. Auch die „Cool Men Group“ der KG Echte Fröngde 1994 e.V. Lamersdorf versprühten Spaß und Freude auf der Bühne.

Die Showtanzgruppe des KG Kirchspiels, The Lightnings, riss die Lohner Damen dann noch einmal von ihren Stühlen. „Absoluter Wahnsinn“, was sie in diesem Jahr wieder auf die Beine gestellt hätten, so die Präsidentin begeistert. Bei ihrer Zugabe setzte dann jedoch die Musik aus, und Daniel Tillmann betrat mit einem Mikrofon die Bühne, um seiner Friederike Gurowietz einen Heiratsantrag zu machen.

Aus der anfänglichen Enttäuschung über die unterbrochene Zugabe wurde schnell Begeisterung, bei den Tänzerinnen flossen die Tränen. Trotzdem tanzten sie schließlich ihre Zugabe mit Bravour, bevor die Backesband das Zelt schließlich noch einmal zum Kochen brachte und den Abend so abrundete.

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