„Löstije Klaaf met Eischwiele Alaaf“ im Talbahnhof

Von: ran
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Gleich „Sechs Kölsch“ für vier muntere Sänger! Die kölsche Mundartband brachte beim „Löstijen Klaaf“ die honorigen Herren zu quasi nachtschlafener Zeit schwungvoll auf Vordermann. Foto: Andreas Röchter

Eischwiele. Wenn sich honorigste und hochlöblichste Herren unmittelbar nach Sonnenaufgang und dem Grauen des Morgens in vertrauter Runde zusammenfinden, um auf höchstem Niveau ihren kulturellen Leidenschaften zu frönen, dann kann dies nur bedeuten, dass der Ehrenrat der KG Rote-Funken-Artillerie Eschweiler zum „Löstije Klaaf met Eischwiele Alaaf“ in das (selbstredend) Kulturzentrum Talbahnhof eingeladen hat.

So geschehen am Sonntagmorgen, als um Punkt 11.11 Uhr der eigenlobferne Gassenhauer „Rote Funken, das sind Kerle“ erklang und unmittelbar darauf der Ehrenratsvorsitzende Franz-Dieter Pieta schwungvoll zum ersten „Bum Bum Hurra“ des Tages animierte, um im gleichen Atemzug eine kölsche Mundartband vom Feinsten anzukündigen, die sich sowohl durch Cleverness als auch Sachverstand auszeichnet.

Clever, da sich die vier Musiker den Namen „Sechs Kölsch“ gaben. Sachverständig, weil sich das Quartett vollkommen bewusst war, in der weltweit zweitgrößten Hochburg des rheinischen Fastelovends aufzutreten. Wobei: „Wir haben heute noch einige kölsche Zelte vor der Brust und blicken nun in eine der größten Stoffhosenansammlungen aller Zeiten. Singt und schunkelt ihr mit? Oder stören wir Euch?“, lautete die Frage der vier „Sechs Kölschen“.

Dies ließ die „Hautvollee“ der Eischwiele Fastelovend standesgemäß nicht auf sich sitzen und verwandelte den Saal in einen wahren Hexenkessel, während die Lieder „Wir sind die Band vom Rhing“, „Jetz, hej und hück“ und „Männer ab 50“ erklangen. Als vorbildlicher Vortänzer ging dabei Franz-Dieter Pieta rhythmussicher voran.

Vor der in jeder Hinsicht blaublütigen Audienz des karnevalistischen Hochadels standen Ehrungen verdienter Funken auf dem Programm: Dr. Eberhardt Schneider und Werner Kuhn erhielten aus den Händen von Präsident Hubert Deutz die „Goldene Ehrennadel“ der Roten Funken, bevor das Geschäftsführende Karnevalskomitee mit Norbert Weiland, Manfred Wienands und Walter Münchow zur Tat schritt. Walter Wieser wurde mit dem BDK-Verdienstorden in Gold ausgezeichnet, Willi Goerres trägt seit Sonntagvormittag den BDK-Verdienstorden in Silber. Klaus-Dieter Bartholomy und Peter Sander nahmen das Goldene Stadtwappen entgegen.

Den Reigen eröffnet hatten Stefan Wagner, der mit dem Silbernen Stern des Komitees geehrt wurde, und Julia Krieger, die sich über den 1.-Klasse-Komitee-Orden freuen durfte. Dann schlug die Stunde von Prinz Ralf II. und Zeremonienmeister Georg, der (womöglich unfreiwillig) mehrstimmig agierte, gemeinsam mit dem rasierklingenkampferprobten Narrenherrscher aber unverdrossen den „Eischwiele Danz“ präsentierte, bevor Franz-Dieter Pieta und die weiteren hohen Herren der Ode an die Wolkenfabrik im Osten der Indestadt ergriffen lauschten.

„Et Tusnellche“

Nach der dringend notwendigen herzhaften Stärkung servierte mit Annemie Brendt keine Geringere als „Et Tusnellche“ einen schmackhaften Büttenrede-Nachtisch, bei dem Handtasche und verschmierter Lippenstift als Zutaten und Markenzeichen nicht fehlten.

Ihr wahrhaft „blaues Wunder“ erlebten zum großartigen Abschluss die Sänger der Birkesdorfer Mundartband „Die Bremsklötze“, als sie ihr Augenmerk zunächst von den zahlreichen im Sakko gewandeten Herrschaften auf einen Farbtupfer im Publikum richteten, bevor sie mit Evergreens des Eilemann-Trios und der Bläck Fööss punkteten.

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