Löres von St. Jöris: Im Schatten des Klosters stirbt Übeltäter Flammentod

Von: rpm
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Ordentlich Feuer unterm Hintern machten die Hohen Herren des Ortes dem Löres von St. Jöris. Auf dem Hof des Klosters starb der Übeltäter den Flammentod, begleitet von den Klängen der Stoppelhusaren: Ich hatt‘ einen Kameraden... Foto: Rudolf Müller

Eschweiler. Jöris. Echte Jecke lassen sich nicht unterkriegen. Und so halten auch die St. Jöriser ihre Tradition hoch. 2 x 11 Jahre alt ist die Interessengemeinschaft St. Jöriser Karneval in diesem Jahr geworden. Ein Grund zum Feiern: mit einer Jubiläumssitzung und einem Kindernachmittag, einem Kostümball – und am Dienstag mit einem Umzug und dem Verbrennen des „Löres von St. Jöris“.

Auch wenn es den Jecken in Eschweilers Nordwesten nicht mehr gelingt, einen Prinzen oder eine Prinzessin zu finden, weil nahezu jede(r) das hohe Amt schon einmal innehatte, und auch wenn der traditionelle Veilchendienstagszug inzwischen auf zwei Dutzend Teilnehmer geschrumpft ist: Den Spaß am Feiern lassen sich die Jecken in St. Jöris auf keinen Fall nehmen.

Punkt 16 Uhr 11 am Dienstagnachmittag stellten sich die Aktiven – sprich: die Mitglieder des Stoppelhusaren-Musikkorps – auf der Neusener Straße auf, um mit klingendem Spiel unter dem Motto „Ja, wenn et Trömmelche jeht, dann stonn mer all parat“ eine 300-Meter-Runde um den Klosterweiher zu marschieren.

Die, die parat standen, waren einige Dutzend Zuschauer, die sich auch vom eisigen Wind nicht abhalten ließen, das auf dem Klosterhof folgende Spektakel mitzuerleben: Dort geleitete ein Viertel Dutzend Klosterbrüder den Übeltäter, dessen Schandtaten überraschend große Ähnlichkeit mit denen des Äezebär von Weisweiler hatten (siehe Artikel auf dieser Seite) zur vom Hohen Rat beschlossenen Hinrichtung.

Der „Löres von St. Jöris“ starb den Flammentod. Und die trauernde Gemeinde zog mit Kapelle ins ehemalige Klosterkirchengemäuer, um das Ereignis zur Musik von DJ Charly gebührend zu feiern. Bis zum nächsten Mal…

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