Literaturkurs bringt Shakespeare auf Bühne

Von: ran
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Nur noch wenige Tage, dann steigt die Premiere: Der Literaturkurs der 12. Jahrgangsstufe des Städtischen Gymnasiums bringt Shakespeares Komödie „Verlorene Liebesmüh” auf die Bühne der Aula. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. „Verlorene Liebesmüh” ist die vielleicht poetischste Komödie William Skakespeares. Der Literaturkurs der 12. Jahrgangsstufe des Städtischen Gymnasiums unter Leitung von Hans-Josef Dovern bringt das Stück, das wohl in den Jahren 1594 und 1595 entstand, nun auf die Bühne.

Am Dienstag, 26. Mai, Mittwoch, 27. Mai, und Donnerstag, 28. Mai, dreht sich in der Aula alles um die Abkehr von allen weltlichen Genüssen - und was die Liebe daraus macht. Beginn der Aufführungen ist jeweils um 20 Uhr. „Das Stück mag vor mehr als vier Jahrhunderten entstanden sein, doch Themen wie Aufrichtigkeit und Falschheit, Geschlechterkampf und leere, lebens- und wirklichkeitsferne Gelehrsamkeit spielen auch heutzutage noch wichtige Rollen”, unterstreicht Regisseur Hans-Josef Dovern die Aktualität des Stücks, das am Hofe Ferdinands, des Königs von Navarra, spielt.

Mit seinen Freunden, den Lords Dumaine, Longaville und Berowne, schwört der junge König zu Beginn, sich drei Jahre lang ausschließlich dem Studium der Literatur und Wissenschaft zu widmen und in dieser Zeit allen weltlichen Genüssen, vor allem der Gesellschaft von Frauen, zu entsagen. Kurz darauf trifft jedoch die Prinzessin von Frankreich mit ihren Hofdamen Marie, Kathrine und Rosaline am Hofe ein, um im Auftrag ihres Vaters mit Ferdinand politische Geschäfte zu erledigen. Das Schicksal nimmt seinen Lauf...

„Ein Theaterstück, das vor allem sprachlich hohe Anforderungen an die Schauspieler stellt. Die zahlreichen Pointen müssen von ihnen punktgenau herausgearbeitet werden”, betont der Kursleiter, der „Verlorene Liebesmüh” (im Original „Loves labour s lost”) zu seinen Lieblingswerken zählt und seinen Schülern vorschlug, die Komödie auf die Bühne des Städtischen Gymnasiums zu bringen. Der Theorie, zu der auch die Auseinandersetzung mit der englischen Gesellschaft zu Shakespeares Lebzeiten gehörte, folgten einige Castings und erste Sprechproben, bevor es kurz vor dem Jahreswechsel „ernst” wurde und es auf die „Bretter, die die Welt bedeuten” ging. „Am Anfang standen wir nur verloren auf der Bühne herum und kämpften mit unseren Texten. Es hat einige Zeit gedauert, bis das Selbstbewusstsein vorhanden war, eigene Ideen zu entwickeln und einzubringen”, erinnert sich Darsteller Peter Arlinghaus.

„Dabei mutierte das Kommando nochmal zum meistgehassten Wort unter uns Schülern”, ergänzt Yasmin Beetz, die gemeinsam mit Jennifer Röhrig für die Regieassistenz verantwortlich ist, auf die Akribie des Kursleiters anspielend.

„Einigen Schülern fiel es schwer, sich vorzustellen, die manchmal merkwürdigen Marotten der Charaktere, die sie spielen, vor Zuschauern darzustellen. Doch diese Probleme sind inzwischen völlig von der Bildfläche verschwunden. Jeder Schauspieler identifiziert sich mit seiner Rolle, ja, lebt sie mittlerweile”, so die Schülerin.

Nun geht es also auf die Zielgerade. Die letzten Proben stehen an, bevor am kommenden Dienstag die Premiere steigt. Die Zuschauer dürfen sich auf so manche Verwicklung freuen und auf ein Ende gespannt sein, das nicht wirklich typisch für eine Komödie ist. Mehr verraten Hans-Josef Dovern und seine Schüler jedoch nicht.

Karten für alle drei Aufführungen sind zum Preis von acht Euro (ermäßigte Karten kosten fünf Euro) im Sekretariat, 50670, zu erhalten.
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