Literaturkurs bringt das Thema Bücherverbrennungen auf die Bühne

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Die Schüler des Literaturkurses haben selbst unterschiedliche Szenen entwickelt. Bis sich der Vorhang hebt, feilen die Mädchen und Jungen noch weiter an dem Theaterstück, das an zwei Abenden zu sehen ist. Foto: Städt. Gymnasium

Eschweiler. Der Literaturkurs des Städtischen Gymnasiums Eschweiler zeigt am Freitag, 31. März, und Samstag, 1. April, jeweils um 19.30 Uhr, unter dem Titel „Verbrannt – Verfolgt – Vergessen, 19332017, Literatur im Visier der Mächtigen“ einen Theaterabend, der sich mit den Bücherverbrennungen im nationalsozialistischen Deutschland 1933 beschäftigt.

Gemeinsam mit dem vokalpraktischen Musikkurs, der ebenfalls beteiligt ist, schlagen die Schüler der Jahrgangsstufe 11-Q1 dabei einen Bogen bis in die Gegenwart. Im Mai 1933 warfen in zahlreichen deutschen Städten nationalsozialistische Studenten als „entartet“ und „undeutsch“ geltende Bücher ins Feuer. Diese öffentlichen Bücherverbrennungen waren der Höhepunkt der sogenannten „Aktion wider den undeutschen Geist“, mit der die systematische Verfolgung Intellektueller begann, allen voran Schriftsteller, Künstler und Musiker.

Der Literaturkurs präsentiert Szenen und Gedichte verfolgter Schriftsteller wie Kurt Tucholsky, Joachim Ringelnatz und Ödön von Horváth. Auch die bekannten Vertonungen von Hanns Eisler und Kurt Weill werden zu hören sein. Hiefür zeichnet sich der vokalpraktische Kurs unter Leitung von Annette Zumbroich verantwortlich. Daneben haben die 27 Schülerinnen und Schüler des Literaturkurses selber unterschiedlichste Szenen entwickelt, in denen z.B. das Leben der weithin vergessenen Schriftstellerin Hermynia zur Mühlen beleuchtet wird oder ein Blick auf verfolgte Journalisten heute geworfen wird. Einige historische Quellentexte vervollständigen das Bild einer unmenschlichen Diktatur, wie sie zwar in Deutschland Geschichte ist, aber leider nicht in anderen Teilen der Welt.

Untergliedert in die Leitmotive „Feuer und Flamme“, „Blut und Wasser“, „Gestern und Heute“, „Frauen und Männer“ sowie „Gräben und Grenzen“ ergibt sich eben nicht Blick zurück in die Historie, sondern auch ein wacher Blick in unsere Zeit. Bis sich am 31. März um 19.30 Uhr in der Aula des Städtischen Gymnasiums der Vorhang hebt, wird unter der Leitung von Jan Hildebrandt noch weiter an den Szenen gefeilt.

Karten für fünf Euro, ermäßigt drei Euro, sind über das Sekretariat des Städtischen Gymnasiums, Peter-Paul-Straße, erhältlich: Telefon 50670, und an der Abendkasse.

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