Lions-Club Ascvilare ruft zu Spenden für Thulo Sirubari auf

Von: rpm
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Nepal
Die Mitarbeiter des Lions Club Ascvilare warten in Nepal auf Planen, Nahrung und Hygienekits. Foto: dpa

Eschweiler. Auch der Lions-Club Eschweiler Ascvilare ruft zur Hilfe für die Menschen in Nepal auf. Lions arbeitet zusammen mit der weltweit tätigen Hilfsorganisation Help e.V. und hat über sie Informationen aus erster Hand über die Lage im Land.

Dort sind die beiden Nothilfekoordinatoren Guido Krauss und Heinrich Schulz unterwegs, um Schäden einzuschätzen und die Lage zu sondieren. Bei dieser Tour sind sie nun auf ein Dorf östlich von Kathmandu gestoßen, das überaus stark vom Erdbeben betroffen ist und dessen Bewohner dringend Hilfe benötigen.

Das Dorf Thulo Sirubari im Distrikt Sindhulpalchok besteht aus mehreren kleinen Siedlungen mit etwa 1000 Haushalten. Hier hat das Beben die Stein- und Lehmhäuser nach Schätzung der beiden Help-Mitarbeiter zu 90 Prozent zerstört; fast alle Menschen leben inmitten von Trümmern.

Und obwohl das Dorf aus logistischer Sicht nur wenige Kilometer von der befestigten Hauptstraße entfernt liegt und über eine unbefestigte Straße zu erreichen ist, hat bisher keinerlei Hilfe von Regierung oder Hilfsorganisationen die Menschen dort erreicht, die in der beginnenden Monsunzeit ohne jedes Dach über dem Kopf sind.

Das soll sich schnellstens ändern: „In Zusammenarbeit mit einer lokalen Partnerorganisatio (RSDC – Rural Self-reliance Development Center) werden wir in Kürze mit der Verteilung von 800 Shelter Kits in Thulo Sirubari beginnen“, berichten Guido Krauss und Heinrich Schilz. „Die Beschaffung von Plastikplanen und Seilen ist bereits in vollem Gange.“

Schnellstmöglich sollen auch Nahrungsmittelpaklete, Hygienepacks sowie Rubble Removal Kits – Werkzeug zur Schuttbeseitigung – verteilt werden.

Spendenkonto eingerichtet

Das alles kostet Geld. „Help“ hat zusammengerechnet: Die Kosten für die genannten Soforthilfemaßnahmen addieren sich auf rund 160.000 Euro. Schutzplanen und Spannseile für 800 Personen, Stückpreis 24 Euro, machen 19.200 Euro aus, 1200 Nahrungsmittelpacks (Reis, Linsen, Salz, Öl für zehn Tage) summieren sich auf 27.600 Euro. 800 Werkzeugsets je 50 Euro bedeuten 40.000 Euro und 800 Hygienekits je 30 Euro machen 24.000 Euro aus.

Für das Aufräumen von Wege und Schule kalkulieren die Helfer 30.000 Euro bei einem Tagessatz von 3 Euro pro Helfer. Während für internationales Personal kein Cent bezahlt werden muss, sollen lokale Helfer für 300 Einsatztage mit insgesamt 9000 Euro entlohnt werden.

Weitere Kosten: Der zehntägige Transport der Hilfsgüter per Lkw schlägt mit 4000 Euro zu Buche, die Pickups zum Transport lokalen Personals kosten insgesamt 6000 Euro, für Lagerung und Verteilung kommen je 1000 Euro hinzu. Macht inklusive 500 Euro für Sonstiges 160.000 Euro.

Der Lions-Club Eschweiler Ascvilare baut darauf, dass sich weitere Clubs in anderen Städten anschließen, um in Kooperatioon mit dem Hilfswerk der deutschen Lions die dringende notwendige Summe aufzubieten. Dabei ist jede Spende willkommen.

Eigens für das Projekt Thulo Sirubari hat die Raiffeisen-Bank Eschweiler für den Lions-Club ein Spendenkonto eingerichtet, auf dem die Hilfe für das bislang noch nicht erreichte Dorf zusammenfließen soll:

Iban DE 24 3936 2254 2508 8880 26.

Die Eschweiler Lions hoffen auf einen ähnlich großen Erfolg ihrer Spendenaktion wie bei der Tsunami-Katastrophe 2004. Damals waren weit über 20.000 Euro an Hilfe über das Lions-Konto an Bedürftige geflossen.

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