„Liedermaching“: Im Panoptikum der Gefühle

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Sorgsam und beharrlich krempelt Michael Fitz das Innen nach außen, bürstet gegen den Strich, lässt sich nicht verbiegen und wechselt souverän zwischen bayrischen und hochdeutschen Texten.

Eschweiler. „Liedermaching“ heißt es am Freitag, 3. März, im Kulturzentrum Talbahnhof, wenn Michael Fitz ab 20 Uhr auf der Bühne steht. Es ist noch längst nicht alles gesagt, was gesagt werden will.

 Die Nische, die Michael Fitz mit inzwischen sechs erfolgreichen Soloprogrammen als leidenschaftlicher Allein–Gitarrist, Sänger, Erzähler mit seiner eigenwilligen Kombination aus Liedern, Geschichten und hintersinnigem Humor gefunden hat, ist noch lange nicht voll und ganz erschlossen.

Und mit jedem Thema, dass der 56-jährige Schauspieler und Songschreiber auf seine unnachahmliche Art in Musik und Poesie umsetzt, öffnet sich auch für ihn selbst ein neuer Kosmos, ein pfadloses, unentdecktes Land das erkundet und erforscht werden will. Mit den Jahren hat er viel erlebt, vieles aufgelesen und gesammelt und oft spontan umgesetzt. Er ist Manchem so ernsthaft wie humorvoll auf den Grund gegangen, bis hinein in die letzte und oft ganz einfache Wahrheit.

All das steckt in seinen so tief – wie hintersinnigen Songs. Und weil es diesmal einfach passt, sind einige der alten Perlen nun auch wieder im neuen Programm enthalten und dürfen dort noch einmal glänzen.

Sorgsam und beharrlich krempelt Michael Fitz das Innen nach außen, bürstet gegen den Strich, lässt sich nicht verbiegen und wechselt souverän zwischen bayrischen und hochdeutschen Texten. Er bleibt sich treu, soviel ist klar, und erfindet sich dabei trotzdem laufend neu. Das tut er mit großem Vergnügen und Lebensfreude.

Humor ist für ihn vor allem die Fähigkeit über sich selbst lachen zu können. Ganz entspannt also und lediglich mit einer Hand voll Gitarren und der eigenen Stimme ausgerüstet, stellt sich Michael Fitz einmal mehr seinem Publikum. Wer da mit gehen will, ist herzlich eingeladen. Wiederfinden kann sich in diesem zweistündigen Panoptikum der kleinen und großen menschlichen und vor allem männlichen Gefühle und Befindlichkeiten.

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