Lichterglanz und Kaffeeduft hinter dicken Mauern

Von: fe
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Vorweihnachtliche Stimmung und großen Besucherandrang gab es beim Hobbykünstlermarkt in der Klosterkirche. Foto: Ebbecke-Bückendorf

Eschweiler. Es wurde eng in der Klosterkirche, der guten Stube von St. Jöris. Dafür wurden die Kuchenplatten immer leerer. Bei Kerzenschimmer und Kaffeeduft schlenderten hunderte Besucher von Stand zu Stand: Es war Hobbykünstlermarkt, organisiert vom Förderverein des Zisterzienserinnenklosters.

Der Schiffsmodellclub Alsdorf half wie in jedem Jahr mit. Er betreute die Theke und hatte selbst auch einen Ausstellungsstand, an dem in maritimem Ambiente Schiffsmodelle zu sehen waren. Die gute Zusammenarbeit hat Tradition. Seit 25 Jahren ist der Klosterweiher von St. Jöris das Fahrgewässer der Modellskipper, und der Vorstand freut sich über die „sehr angenehme Zusammenarbeit mit den Menschen aus St. Jöris, ganz besonders mit den unmittelbaren Nachbarn am Fahrgewässer – dadurch konnte der Verein sich entfalten und wachsen.“

Modelle nicht käuflich

Die diesmal ausgestellten Boots- und Schiffsmodelle konnte man natürlich nicht kaufen. Aber dafür gab es ja die vielen anderen Stände von Hobbykünstlern.Mehrere der Künstler stellten zum ersten Mal in der Klosterkirche ihre Werke vor. „Wir legen großen Wert darauf, dass es wirklich Hobbykünstler sind, die hier ausstellen und ihre Werke anbieten“, versicherte Reinhard Dohmen, der Vorsitzende des St. Jöriser Fördervereins.

Angeboten wurde die bunte Welt der Hobbykunst. Tiffany-Glasschmuck fürs Fenster, echter Schmuck für die Weihnachtsüberraschung, süß duftende Kerzen aus Bienenwachs, Lichterbögen in filigraner Laubsägearbeit, aufwändig gestaltete Adventskränze, Figuren aus Speckstein, gestrickte und geschneiderte Mode für die Kleinsten, handgeschnitzte Madonnen, aus edlen Hölzern gedrechselte Teller, Schalen und Leuchter – das Angebot war groß. Auch einen kleinen Flohmarkt zu Gunsten des Fördervereins gab es.

Doris Henneböhl hatte den Hobbykünstlermarkt organisiert, jetzt zum 25. Mal. Der Vorstand bedankte sich ausdrücklich bei ihr für dieses Vierteljahrhundert Mühe mit Blumen und herzlichen Dankesworten.

445 Mitglieder hat der Förderverein, der die ehemalige Kirche des Zisterzienserinnenklosters in der Ortsmitte von St. Jöris über viele Jahre hinweg saniert hat, in Betrieb hält und betreut. Hinter den mächtigen historischen Mauern finden Vereinsfeste und Hochzeitsfeiern statt. Auch standesamtlich heiraten sowie Lebenspartnerschaften schließen kann man dort, das Gebäude ist Außenstelle des Standesamtes. Für private Feiern in dieser „guten Stube des Dorfes“, sagt Vorsitzender Dohmen, muss man allerdings mindestens zwei Jahre lang Mitglied des Vereins sein. Nun gut, für junge Leute aus dem Ort, die dort Hochzeit feiern wollen, macht man schon mal eine Ausnahme – wenn die Eltern Mitglied sind.

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