Licht scheint am Ende des Tunnels Stich

Von: Patrick Nowicki
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Projekte, die Stadt und Städteregion gemeinsam auf den Weg bringen wollen: Auf der maroden Jülicher Straße rollen in 2016 die Bagger an. Foto: Patrick Nowicki
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Gleiches gilt für den Kreisverkehr Röthgener Straße an der Euregio-Bahnstrecke. Foto: Patrick Nowicki
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Beim Sticher Tunnel müssen sich alle noch etwas gedulden. Foto: Patrick Nowicki

Eschweiler. Einige Straßen in der Indestadt sind in einem schlechten Zustand. Dies gilt gleichermaßen für die Kreisstraßen. Die Städteregion will darum einige Streckenabschnitte in Eschweiler erneuern. Sie sind Bestandteil des Ausbau- und Instandsetzungsprogramms, das in der vergangenen Woche im Aachener Haus der Städteregion vorgestellt wurde.

Vielfach ist die Stadt mit im Boot, denn die Städteregion zahlt nur für die Fahrbahn, bei Geh- und Radwegen müssen auch die Kommunen in die Kasse greifen. Eines der ersten gemeinsamen Projekte in den nächsten Jahren ist die Sanierung der Ortsdurchfahrt Dürwiß, der Kreisstraße 33. In der Skala zwischen 1,0 und 5,0 zur Beurteilung des Zustandes schnitt dieser Abschnitt der Jülicher Straße mit 4,7 schlecht ab. Zudem fehlt dort ein Radweg, den die Städteregion nun gemeinsam mit der Stadt anlegen will. Eine entsprechende Vereinbarung wurde bereits ausgehandelt und wird bald unterzeichnet. Demnach rechnet die Städteregion mit Kosten in Höhe von 815.000 Euro für die Sanierung des 1,224 Kilometer langen Abschnitts. 40 Prozent davon soll das Land zusteuern. Ein entsprechender Antrag wurde gestellt.

Bei der Jülicher Straße ist die Stadt ebenfalls beteiligt und will zunächst den Kanal erneuern. Die Bagger sollen im Jahr 2016 in Dürwiß anrollen. „Wir möchten vorher die Arbeiten an den Straßen östlich der Jülicher Straße abschließen“, erläutert der Technische Beigeordnete der Stadt Eschweiler, Hermann Gödde. Der Anteil der Stadt an Parkstreifen, Geh- und Radwegen beträgt etwas über einer Million Euro. Allerdings muss die Stadtkasse lediglich 350.000 Euro aufbringen, denn den Großteil zahlen die Anlieger. Zudem fließen Fördermittel.

Stadt und Städteregion haben noch einiges gemeinsam vor – nicht immer laufen die Gespräche glatt. Zwei Punkte der Röthgener Straße sind seit Jahren ein Zankapfel. Der Kreisverkehr am Langwahn sollte eigentlich schon lange gebaut sein, allerdings führten die Gespräche zwischen der Euregio-Verkehrsschienennetz-GmbH, Städteregion und Stadtverwaltung lange zu keinem Ergebnis.

Seit einigen Monaten ist jedoch Bewegung in der Sache. Aktuell wird die sogenannte PT1-Planung erstellt, die vor allem die erforderliche Bahntechnik berücksichtigt. Diese muss dann nach einer ausführlichen Prüfung dem Eisenbahnbundesamt vorgelegt werden. Gibt die Behörde grünes Licht, kann die Städteregion nochmals über die Finanzierung entscheiden. Hermann Gödde geht jedoch davon aus, dass Aachen zustimmt. Anschließend müssen die Pläne ausgearbeitet und ausgeschrieben werden. Der Beigeordnete rechnet mit einem Baustart in 2016.

Eine solche Perspektive ist wenige hundert Meter stadtauswärts noch nicht zu erkennen: Bei der Bahnunterführung vor dem Sticher Berg haken die Gespräche. Im Regionalrat fragte das Eschweiler FDP-Mitglied Ulrich Göbbels jüngst Erwin Schick von der DB Netz AG nach dem Sachstand. Schick zweifelte dort, dass man schnell zu einer Lösung kommen werde, die Tunnelöffnung zu erweitern. Man sei sich zwar grundsätzlich einig, allerdings sei es schwierig, eine Eisenbahnkreuzungsvereinbarung, abgestimmt mit der Städteregion, durchzusetzen. Er sprach in diesem Zusammenhang davon, dass die „Diskussion eskaliert“ sei.

Immerhin konnte man sich bei einem Gespräch mit der DB Netz AG in Köln darauf einigen, dass bei der Stadt Eschweiler die Fäden zusammenlaufen und das Projekt dort koordiniert wird. „Inzwischen hat man auch in der Städteregion erkannt, dass die Aufweitung des Tunnels Stich unbedingt erforderlich ist. Das war nicht immer so“, sagt Gödde.

Vereinbarung liegt vor

Die sogenannte Eisenbahnkreuzungsvereinbarung liegt aktuell in Aachen vor und muss dort noch geprüft und beraten werden. Anschließend gehe es um die Aufteilung der Kosten. Allerdings dürften noch einige Jahre ins Land ziehen, bis das gefährliche Nadelöhr in Röthgen beseitigt ist.

In den nächsten Jahren will die Städteregion auch einige Brücken sanieren: Die Omerbachbrücke soll ebenso instandgesetzt werden wie die Brücke Langwahn. Beiden Bauwerken wurde zwar ein „noch ausreichender Bauzustand“ attestiert, dennoch will man nicht warten, bis weitere Schäden entstehen. Hermann Gödde stellt jedoch klar, dass „beide Brücken keine Gefahr darstellen“.

Geplant ist auch die Sanierung und der Bau eines Radweges an der K6, der Hastenrather Straße. Auch die Fahrbahn soll dort in naher Zukunft ausgetauscht werden. Zudem ist eine Umrüstung der Ampel auf LED geplant. Diese Anlage befindet sich allerdings auf Stolberger Stadtgebiet.

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