Liberale Frauen besuchen die Aachener Synagoge

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Informierten sich in der Aachener Synagoge: Frauen des FDP-Kreisverbands Aachen-Land und einige männliche Gäste.

Eschweiler. Mitglieder der Liberalen Frauen des Kreisverbandes Aachen-Land und interessierte Gäste besuchten jetzt die Synagoge der jüdischen Gemeinde in Aachen. Selbstverständlich durfte auch die männliche Fraktion an der Veranstaltung teilnehmen.

Dieser Besuch stellt den Auftakt einer Reihe von Informationsveranstaltungen dar, mit denen die Frauen vor Ort künftig auch abweichende Lebens- und Denkweisen erfahren und Erkenntnisse daraus diskutieren wollen.

Schon der erste Eindruck beim Betreten der Synagoge vermittelte Helligkeit, Licht und Offenheit. Dieses Empfinden verstärkte Rabbiner Mordechai Bohrer mit seinen lebhaften Ausführungen über das Judentum, den Stellenwert der Synagoge sowie seinen Aufgaben als Rabbiner in der jüdischen Gemeinde Aachen.

Alles begann mit der Zerstörung des Tempels in Jerusalem, dem Zentrum und Mittelpunkt der Juden. Sollte dieser Tempel an seinem ursprünglichen Platz in Jerusalem je wieder aufgebaut werden, wären die Synagogen überflüssig, so die für viele erstaunliche Aussage des Rabbiners.

Ebenso erstaunlich war für die meisten der Besucher seine Erklärung, die „Tora“, also die fünf Bücher Mose, sei unantastbar, ähnlich dem Alten Testament. Der „Talmud“ dagegen sei variabel und der Zeit angepasst. Er beschreibe vielmehr, wie die Regeln der Tora in der Praxis und im Alltag von den Rabbinern verstanden und im jüdischen Glauben ausgelegt werden.

So zeugen viele seiner Aussagen, z.B. zur Rolle der Frau, zu Eheschließung, aber auch zu dem Wunsch vieler Juden, nach Israel zurückzukehren wie auch zu alltäglichen Belangen von einer liberalen Grundeinstellung. Neben den sogenannten liberalen und konservativen Juden gibt es noch die orthodoxen Juden, die ihr Leben ganz streng nach der Lehre der Tora gestalten und auch äußerlich dementsprechend in der Öffentlichkeit auffallen.

Zusammenfassend kann der Besuch der Synagoge als sehr lehrreich und unterhaltsam bezeichnet werden. Sicherlich wird der ein oder andere Teilnehmer der Einladung des Rabbiners folgen und als Gast einem jüdischen Gottesdienst beiwohnen.

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