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Letzte Spuren des abgerissenen Gebäudes beseitigt

Von: Robert Flader
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Schutt und Geröll: Dieses Bil
Schutt und Geröll: Dieses Bild wird es an der Dürener Straße 13 bald nicht mehr geben. Was dann wird, ist aber noch unklar. Foto: Robert Flader

Eschweiler. Die städtebauliche Leidensgeschichte des Grundstücks Nummer 13 an der Dürener Straße neigt sich - sichtbar - dem Ende entgegen. Bagger bahnen sich ihren Weg durch Schuttmasse und Geröll, das sich sperrig und ein wenig trotzig in den Weg stellt.

Die Stadt weiß noch nicht genau, was auf dem Areal neben dem Hotel de Ville einmal entstehen soll. Das eigentliche Gebäude, das dort bis zum Winter 2008/09 stand, stammt bereits aus den frühen 80er Jahren des 19. Jahrhunderts. Vielleicht lässt sich das Geröll auch deshalb nicht ganz so einfach entsorgen, es steckt ja viel Geschichte drin.

Bereits vor zehn Jahren, 2001, wurde der damalige Besitzer aufgefordert, das völlig baufällige und auch für die Anwohner und Passanten zusehends gefährlicher werdende Gebäude zu sichern. Es passierte - nichts. Zumindest bis im Herbst 2008 Nachbarn das Grundstück selbst provisorisch sicherten. Doch selbst eine Zwangsversteigerung brachte keinen dauerhaften Erfolg, ebenso wenig ein neuer Eigentümer.

Der Stadt riss zusehends der Geduldsfaden: „Das war schon ein richtiger Schandfleck”, erinnert sich Stadtsprecher Stefan Kaever an das brüchige Anwesen, das bereits seit Jahren leer stand. „Wir mussten etwas tun.”

Sicherheitsrisiko für Nachbarn und Passanten

Das bedeutete nichts anderes als den Abriss des Hauses auf dem 336 Quadratmeter großen Grundstück. „Ersatzvornahme” nennt sich ein solcher Eingriff, wenn die Stadt trotz Aufforderung an den Grundstückseigner, der Sicherung nachzukommen, als erstes in Aktion treten muss.

Dies geschah im vergangenen Jahr insbesondere deshalb, weil das Gebäude mit Wohn- und Geschäftsräumen ein erhebliches Sicherheitsrisiko für Nachbarn und Passanten darstellte. „Die Fassade bröckelte und vom Dach fielen immer wieder Teile herunter” sagt Kaever und ergänzt: „Es wurde einfach so liegen gelassen. Der Zahn der Zeit war nicht zu übersehen.” Die Fassade war an der Vorderseite an einigen Stellen eingedrückt. Kaever: „Der Zustand war so schlecht, da blieb uns keine andere Wahl: Man musste es einfach abreißen.”

Fest steht, dass die letzten Reste der Nummer 13 nun der Geschichte angehören, in den kommenden Tagen sollen die Bagger mit den Aufräumarbeiten fertig werden.

Was einmal auf dem Grundstück, auf dem vor bald 200 Jahren ein Friedensgericht stand, entstehen soll, ist noch nicht klar: „Das ist in erster Linie Sache des Eigentümers”, gibt sich Kaever aus Stadtsicht bedeckt.
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