Lesewoche an der Astrid-Lindgren-Schule

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Viel gelesen, gebastelt, gemalt: Kinder der Astrid-Lindgren-Schule.

Eschweiler-Hücheln. Was passiert eigentlich bei einem Wutausbruch? Was kann man dann tun? Wie gehe ich damit um, wenn mich jemand aufgrund meiner Hautfarbe ärgert? Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Schüler der Astrid-Lindgren-Schule in Hücheln in ihrer Lesekunstwoche.

Die Astrid-Lindgren-Schule ist eine Schule, in der Kinder mit einem besonderen Förderbedarf im Bereich emotionaler und sozialer Entwicklung von der 1. bis zur 6. Klasse unterrichtet werden. Bei der Lesekunstwoche wurde in den Klassen, die aus höchstens acht Kindern bestehen, kindgerechte Literatur gelesen. Dabei waren u.a. „Der wütende Zauberer“, „Milchkaffee und Streuselkuchen“, und für die Kleineren ein Janosch Buch: „Emil-Grünbär auf dem Bio-Bauernhof“, sowie das Indianerbuch „Fliegender Pfeil“.

Nachdem die Bücher gelesen wurden, sprachen die Kinder im Unterricht ausgiebig mit ihren Lehrern über deren Inhalte. Zu den Themen wurde dann gebastelt, gemalt, gefilzt und Arbeitsblätter bearbeitet. Sichtlich stolz zeigten jeweils die Klassensprecher im Lehrerzimmer dann die Bücher, das Gebastelte und Gemalte in ihrer Abschlusspräsentation.

Die Klasse, die das Buch „Der wütende Zauberer“ behandelte, filzte einen „Wutbeutel“. Das Buch handelt von einem kleinen Zauberer, der oft wütend wird, wenn etwas nicht klappt - ein Gefühl, mit dem sich wohl viele Kinder gut auskennen. Deswegen erarbeiteten die Kleinen zunächst, was passiert wenn man wütend wird und griffen dabei auch den Zauberspruch des kleinen Zauberers aus dem Buch auf: „Wut tut nicht gut“. Schließlich schrieben sie ihre Tricks auf, wie man Wut besiegen kann. In ihren neuen „Wutbeutel“ stecken die Kinder ab sofort immer Zettel, auf denen sie aufschreiben können, was sie wütend macht. Wenn die Zettel rausgeholt werden, sprechen die Kinder gemeinsam mit ihren Lehrern und im Klassenverband darüber, was sie wütend gemacht hat.

Ein weiteres Thema war Rassismus. Mit dem Buch „Milchkaffee und Streuselkuchen“, in dem es um die Konkurrenz und zwischen einem schwarzen und einem weißen Jungen geht, wurden den Kindern nicht nur nahegelegt, wie man sich in Konfliktsituationen verhalten sollte, es zeigte auch, wie unsinnig es ist, Menschen nach der Hautfarbe zu beurteilen. Schließlich schließen die beiden Jungen in der Geschichte auch Freundschaft - obwohl sie sich vorher nicht leiden konnten. Die jüngeren Kinder lasen Bücher zu den Themen Bauernhof und Indianer. Die Schüler der „Bauernhofgruppe“ besuchten in ihrer Lesekunstwoche sogar passend zu ihrem Buch „Emil Grünbär auf dem Biobauernhof“ einen echten Biobauernhof. Sie durften sogar Schafwolle mitnehmen und bastelten damit kleine Schafe. Außerdem gestalteten sie aus Knete ganze Miniatur-Bauernhöfe mit Ställen, Wiesen, Bäumen und allerlei Tieren. Auch die „Indianergruppe“ hatte ihre Fantasie bemüht: Sie hatten u.a. Federhaarschmuck und Trommeln gebastelt.

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