Lesertour: Von Mammutbäumen bis zum Fitis

Von: Tobias Röber
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Bis hier und nicht weiter. Das
Bis hier und nicht weiter. Das Naturschutzgebiet am Blausteinsee sollte nicht betreten werden. Foto: Tobias Röber, imago/Arco Images, imago/McPhoto, dpa (3)

Eschweiler. Kennen Sie den Wiesenpieper? Oder den Fitis? Nein? Dann wird es aber höchste Zeit. Diese beiden Vögel sind nur zwei von unzähligen Lebewesen, die im und um den Blausteinsee zu finden sind.

In der Regel auf der anderen Seite des Sees, auf der es keine Segelboote gibt, keine Schwimmer und Taucher ins Wasser steigen und auf der es entsprechend ein wenig ruhiger ist. Diese Seite des Sees ist weniger bekannt. Für einige unserer Leser wird sich das in der kommenden Woche ändern. Wir nehmen Sie am Mittwoch, 24. Oktober, ab 14 Uhr mit auf eine kleine Entdeckungstour in die Natur.

Fast 88 Hektar ist das Naturschutzgebiet groß. Und das meiste ist für Otto Normalverbraucher nicht zugänglich. Zwei, die Fauna und Flora an See und Umgebung sehr gut kennen, sind Hedwig Assenmacher, Abteilung für Freiraum und Grünordnung der Stadt Eschweiler, und Christian Färber, ehemaliger Förster in der Inde-stadt. Die beiden werden unter anderem am Mittwoch Rede und Antwort stehen. Christian Färber ist im Grunde seit Beginn der Planungen dabei. Schon damals, als in der Grube noch kein Tropfen Wasser war. Wobei Assenmacher gleich klarstellt: „Natur kann man nicht planen.” Wie dem auch sei: Was „geplant” wurde, hat sich bestens entwickelt. Die Wasserqualität ist hervorragend. Das zeigt sich unter anderem, da sich Armleuchteralgen im Blausteinsee wohlfühlen.

Aber auch die Umgebung ist für Pflanzen und Tiere attraktiv. Tauch- und Schwimmenten sind immer zu sehen, genau so wie Gänse und Blessrallen. Viele Zugvögel machen Station am Blau-steinsee. „Der See friert nicht zu”, nennt Hedwig Assenmacher einen Vorteil. Zudem liege der Blausteinsee günstig auf der Flugroute. „Man ist manchmal schon überrascht”, sagt Christian Färber. Damit meint er etwa die vielen verschiedenen Vögel, die sich am See (für kurze Zeit oder länger) niederlassen. Es gibt dichte Waldstücke ebenso wie Offenland-Biotope, an denen sich gerade abends auch mal Rehe zeigen.

Erhebungen, was es alles am See gibt, habe es bereits einige gegeben, sagt Hedwig Assenmacher. Ganz vollständig seien diese jedoch nie. Dafür variiere etwa der Tierbestand zu stark. Ein anderes Beispiel seien die Orchideen, die prächtig gedeihen. Manchmal blühen bestimmte Arten stärker, manchmal etwas weniger stark.

Auch für Insekten ist das Gebiet attraktiv. Die Ödlandschrecke fühlt sich rund um sen See richtig wohl. Auch Reptilien wie Ringelnatter und Eidechsen gibt es am Blausteinsee.

Und vielleicht geht es für Sie, liebe Leser, auch zu den Mammutbäumen. Ja, die gibt es wirklich am Blausteinsee, obwohl sie wohl nur die wenigsten in hiesigen Gefilden vermuten. Den Hintergrund erklärt Christian Färber. Es gebe Hinweise, dass es früher Mammutbäume in der Region gab, die somit mit der Braunkohle und der Geschichte der Region zusammenhängen. Daher kam die Idee, Mammutbäume am Blausteinsee zu pflanzen.

Färber und Assenmacher kennen auch die Tiere, die die kalte Jahreszeit einläuten. „Wenn der Bergfink kommt, dann wird es kalt”, sagt Färber und lacht. Vielleicht wartet der Bergfink ja noch ein wenig...

Über Mammutbäume, Fitis und Wiesenpieper gibt es am Mittwoch sicherlich Interessantes zu hören. Und sicherlich gibt es auch Spannendes zu sehen.

Anmelden, feste Schuhe und ein Fernglas

Die Tour am kommenden Mittwoch, 24. Oktober, beginnt um 14 Uhr. Treffpunkt ist an den Gebäuden vor der Seebühne. Die Teilnehmer sollten festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung mitbringen. Wer hat, kann auch ein Fernglas einpacken.

Wer dabei sein möchte: Einfach jetzt anrufen unter der Telefonnummer 01379-37 01 27 34 (50 Cent aus dem deutschen Festnetz, ggf. abweichende Mobilfunkpreise) oder eine SMS mit dem Stichwort „azan Naturschutz” an 1111 schicken (Bei SMS-Teilnahme bitte Namen und Adresse angeben). Teilnahmeschluss ist der 19. Oktober 2012, 12 Uhr. Die Gewinner werden telefonisch informiert. Veranstalter des Gewinnspiels ist die Zeitungsverlag Aachen GmbH, Dresdener Straße 3, 52068 Aachen. Teilnahme ab 18 Jahren. Mitarbeiter der Zeitungsverlag Aachen GmbH und deren Angehörige dürfen nicht teilnehmen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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