„Leser fragen - Ärzte antworten“: Venenerhaltende Operationsverfahren

Von: ath
Letzte Aktualisierung:

Eschweiler. Mache ich etwas falsch, wenn ich mir Krampfadern entfernen oder veröden lasse? Einige Anrufer im Rahmen unserer Telefonaktion „Leser fragen – Ärzte antworten“ über schonende und venenerhaltende Operationsverfahren bei Krampfadern waren verunsichert und baten um fachlichen Rat.

„Das lässt sich nicht prinzipiell sagen“, lautete die Antwort von Dr. Rudolf Müller, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie und Endovaskuläre Chirurgie am St.-Antonius-Hospital Eschweiler. Es gehe um eine gute Abwägung der Behandlungsoptionen. „Einen Patienten muss man mit all seinen Nebenerkrankungen und seiner Lebenssituation betrachten, um den für ihn richtigen Weg zu finden“, betont der Gefäßspezialist.

Wichtig war ihm dafür zu sensibilisieren, die oberflächlichen Stammvenen nicht nur unter dem Gesichtspunkt Krampfadern zu betrachten, sondern auch ihren möglichen Einsatz als körpereigenes Ersatzteil zum Beispiel bei einer Bypass-OP im Blick zu haben.

„Es gibt auch sinnvolle Krampfaderoperationen. Ab einem gewissen Grad der Erkrankung kann eine Vene nicht mehr erhalten werden. Aber in einem frühen Stadium macht es durchaus Sinn zu schauen, ob die Stammvene gerettet werden kann.“

Risikofaktoren wie Venenentzündung oder Thrombose seien da, „aber fairerweise sollte ein Patient alle seine Optionen kennen, nicht nur die einer Operation.“ Schließlich gebe es kaum eine andere Erkrankung, die sich so gut konservativ behandeln lasse, unterstreicht Dr. Müller. „Aber man muss immer die individuellen Umstände des Patienten berücksichtigen.“

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