Lesementoring: Ran an die Bücher

Von: ran
Letzte Aktualisierung:
Vorfahrt für´s Lesen: Bis En
Vorfahrt für´s Lesen: Bis Ende Januar werden 13 Mentoren des Städtischen Gymnasiums Schülern der Don-Bosco-Grundschule die Faszination von Büchern näherbringen. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Lesen macht neugierig, beflügelt die Fantasie, bildet - und macht Spaß! Die Beschäftigung mit Kindern fördert das Verantwortungsbewusstsein, erweitert den Horizont und dient der Persönlichkeitsentwicklung. Das Projekt „Jugendstil” der Landesarbeitsgemeinschaft Jugend und Literatur (LAG) kombiniert beides.

In dieser außerschulischen Initiative, die vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend und Sport des Landes NRW unterstützt wird, bringen ältere Schüler ihren jüngeren „Kollegen” den Umgang mit Büchern näher und zeigen ihnen, welch großartige Möglichkeiten Bücher bieten. Nach der Premiere im vergangenen Jahr startete nun in der Eschweiler Stadtbücherei die zweite Auflage des „Lesementorings” mit 13 Mentoren der 9. Jahrgangsstufe des Städtischen Gymnasiums sowie 36 Schülern der 2. und 3. Klassen der Don-Bosco-Grundschule.

Bis Ende Januar werden sich die größeren und kleineren „Leseratten” jeweils mittwochs zwischen 15 und 16 Uhr in der Bücherei treffen, um sich mit Büchern und deren Inhalten zu beschäftigen. Zum Abschluss des Projekts wartet auf die Gymnasiasten dann der verdiente Lohn: Für ihr freiwilliges soziales Engagement erhalten sie den „Kompetenznachweis Kultur”, eine europaweit anerkannte Zertifizierung.

„Ziel ist es, allen Beteiligten Lesen und Literatur näher zu bringen”, betont Projektleiterin Renate Paßmann-Lange von der LAG. „Die Mentoren lernen, Verantwortung zu übernehmen und werden in Schlüsselkompetenzen wie Team- und Kritikfähigkeit, aber auch Pünktlichkeit geschult”, so die ausgebildete Theaterpädagogin. Denn ein Geschenk soll der angestrebte Kompetenznachweis keinesfalls sein.

„Die Mentoren müssen zeigen, was sie drauf haben”, bringt es Renate Paßmann-Lange auf den Punkt. Das heißt für Annina Franken, Nastassja Landik, Alina Jelic, Sarah Lützeler, Nathalie Betke, Désirée Braun, Reja Ladwig, Hannah Ladwig, Erika Malcev, Jan Duscha, Hannah Gildehaus, André Kniebeler und Lina Tiskens, jedes Treffen im Vorfeld vorzubereiten und auf die individuellen Bedürfnisse ihrer jungen Schützlinge einzugehen.

Im Anschluss an jedes Treffen setzen sich die Mentoren mit Renate Paßmann-Lange und Michaele Schmülling-Kosel, Leiterin der Stadtbücherei, zusammen, um die vorangegangenen 60 Minuten zu reflektieren. „Es geht eindeutig um die Leseförderung der Grundschüler, das Projekt ist aber keinesfalls als Nachhilfeunterricht zu verstehen”, stellt die Projektleiterin klar. Im Vorfeld des Lesementorings fanden zwei jeweils halbtägige Seminare statt, in denen die Mentoren vorbereitet wurden. Zu deren Aufgaben gehört nämlich auch, zwei Leseaktionen, etwa ein Lesefest oder eine Lesenacht, selbstständig zu organisieren.

Positiv bewertet Michaele Schmülling-Kosel vor allem die Zusammenarbeit mit beiden Schulen. „Bei Ursula Norbisrath, Leiterin der Don-Bosco-Grundschule, bin ich offene Türen eingerannt. Und auch Dr. Friedhelm Mersch, Leiter des Städtischen Gymnasiums, war sofort bereit, mitzumachen.”

Auffällig ist allerdings, dass sich unter den Mentoren nur zwei Jungen befinden. „Im Vergleich zum Vorjahr, in dem nur ein Junge mit von der Partie war, immerhin eine Verdoppelung”, kann Michaele Schmülling-Kosel einen leichten Aufwärtstrend vermerken. Ein Teil des Duos männlicher Mentoren ist André Kniebeler. „Als ich in der Schule vom Projekt erfahren habe, war ich sofort interessiert.

Schließlich lautet mein Berufswunsch Grundschullehrer”, begründet er seine Teilnahme. Mentorin Reja Ladwig hat in der Vergangenheit während eines „Girls-Days” schon einmal die Arbeit in einem Kindergarten kennengelernt. Nach dem ersten Treffen zeigten sich die Mentoren positiv überrascht über die Begeisterung der Grundschüler. „Sie waren Feuer und Flamme und wollten zunächst viel über uns erfahren”, so Annina Franken. Der Grundstein ist also gelegt. Bis Ende Januar heißt es nun, „ran an die Bücher.” Zum Vorteil aller Teilnehmer.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert