„Lesementoring“: 13 Neuntklässler helfen Grundschulkindern

Von: jw
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Geschafft: Schüler des Städtischen Gymnasiums erwarben den „Kompetenznachweis Kultur“. Foto: Jacqueline Winkler

Eschweiler. 13 Jugendliche des Städtischen Gymnasiums Eschweiler haben sich in der Stadtbücherei getroffen, um ihren „Kompetenznachweis Kultur“ zu erhalten. Sie haben an dem Projekt „Lesementoring“ ehrenamtlich teilgenommen.

Seit dem 30. September des vorherigen Jahres kümmerten sich die Jugendlichen um die Leseförderung und um die Beschäftigung mit Literatur von Schulkindern der katholischen Grundschule Don Bosco. Um an diesem Projekt teilnehmen zu dürfen, durchliefen die Schüler der 9. Jahrgangsstufe ein Seminar, in dem sie das Projekt kennenlernten und auch in Erfahrung brachten, was sie in welcher Situation machen müssen. Zum Beispiel was sie machen können, wenn die Grundschulkinder nicht ruhig sitzen bleiben oder wenn sie nicht still sind.

Der „Kompetenznachweis Kultur“ ist ein Bildungspass, den Jugendliche ab zwölf Jahren erhalten können. Diese Jugendlichen müssen aktiv an kulturpädagogischen Angeboten teilnehmen. Hierbei werden Schlüsselkompetenzen erlernt, die in der Zukunft immer größere Bedeutung bekommen. Die Jugendlichen haben eine große Verantwortung und wachsen mit ihr. Sie müssen einer Kindergruppe mit Spaß etwas beibringen. Damit lernen nicht nur die Kinder viel, sondern auch die Jugendlichen und entwickeln somit ihre Persönlichkeit. Dieser Bildungspass ist ein Nachweis über die individuellen, personalen, sowie sozialen Kompetenzen der Jugendlichen, die sie bei diesem Projekt gezeigt und weiterentwickelt haben.

Die Leiterin der Bücherei, Michaele Schmülling- Kosel, und die Theaterpädagogin, die bei der Organisation „Jugendstil“ mitwirkt, Renate Passmann-Lange, leiten dieses Projekt zusammen und waren von dem dritten Durchlauf des Projekts sehr begeistert. Die Jugendlichen seien in diesem Jahr sehr engagiert und hoch motiviert dabei gewesen und hätten sich somit ihr Zertifikat verdient. Aber nicht nur die Jugendlichen haben diese Ausbildung gemacht, sondern auch die beiden Leiterinnen des Projekts mussten ein Zertifikat erwerben, so dass sie die Schüler durch das Projekt leiten durften.

Die Veranstaltungen fanden immer mittwochs in der Stadtbücherei statt. Mittwochs hat die Bücherei normalerweise geschlossen und ist somit der perfekte Platz, um mit den Kindern zu lernen. Dennoch wurden auch Räume des Rathauses mitbenutzt. Die Schule sei nicht das perfekte Umfeld zum Lernen, da die Kinder sich den ganzen Tag dort befänden, so die Leiterinnen. Außerdem biete die Stadtbücherei einen großen Umfang an Büchern, den die Kinder auch mitbenutzen durften.

Die Jugendlichen des Gymnasiums haben an diesen Tagen immer ein Stunde mit den Kindern gelernt. Auch mit Hilfe eines Spiels, das für dieses Projekt entwickelt wurde. „Wortkonfekt“ ist eine Art Memory, das den Kindern den Einstieg und das Auswählen eines Buches erleichtert. Nach dieser Stunde haben sich die Neuntklässler zu einer Reflexionsstunde zusammengesetzt. Die Schüler mussten sich außerdem auf diese zwei Stunden einmal in der Woche immer gut vorbereiten. Sie selbst haben die Bücher lesen müssen, die sie mit den Kindern besprochen und gelesen haben, des Weiteren mussten sie das Vorlesen üben und auch Methoden adaptieren und erfinden, die das Verständnis eines Buches erleichtern.

Die Abschlussveranstaltung wurde damit abgerundet, dass auch die Eltern der Jugendlichen die Arbeit wertgeschätzt haben und in einem kleinen Film, den die Jugendlichen selbst erstellt hatten, vor Augen geführt bekamen, was ihre Kinder geleistet haben und auch was dieses Projekt für eine große Herausforderung für die Neuntklässler war. Bei der Zertifikatverleihung wurden die Stärken der einzelnen Schüler noch einmal aufgeführt und es wurde gezeigt, dass die Kinder und Jugendlichen großen Spaß hatten. Für alle war dieses Projekt eine einmalige und interessante Erfahrung. Die Leiterinnen hoffen auf eine Wiederholung und dass sich wieder Schüler des Gymnasiums in der Stadtbücherei einfinden.

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