Lenzing feiert Abschied mit Blaulicht

Von: thd
Letzte Aktualisierung:
Die Jugendfeuerwehr des LZ 42
Die Jugendfeuerwehr des LZ 42 Bohl verabschiedete ihren Jugendwart Ralf Lenzing (Mitte, mit Urkunde) mit einer Überraschungsparty und dankte für die 16 Jahre Unterstützung. Foto: Theres Dickmeis

Eschweiler. Die Sirenen ertönen bereits laut und das Blaulicht flackert in der spätsommerlichen Sonne hell auf, als Ralf Lenzing auf das Gerätehaus der Jugendfeuerwehr des LZ 42 Bohl zufährt.

Zu spät zur letzten Übung? Das kann nicht sein! Und als der hart gesottene Feuerwehrmann dann „seine” Jugendfeuerwehr in Reih und Glied vor dem Feuerwehrwagen aufgestellt sah, musste er schon schlucken und ein Tränchen unterdrücken. Damit hatte er nicht gerechnet. Der sonst so planmäßigen wöchentlichen Übung wich einer Überraschungsparty - denn Ralf Lenzing scheidet zum 5. Oktober aus dem aktiven Dienst aus und übergibt auch den Posten des Jugendwartes.

Nach 16 Jahren, in denen Ralf Lenzing für die Jugendfeuerwehr immer zur Stelle war, wird er aus Altersgründen in die Ehrenabteilung verabschiedet. Beruflich war er bei der Werkfeuerwehr Köln in den Ford-Werken tätig und geht jetzt in den Vorruhestand. Zeitgleich gibt er auch das Amt des Jugendwartes an den stellvertretenen Hans-Michael Kortz ab.

Seit der Gründung der Jugendfeuerwehr war Ralf Lenzing zunächst Stellvertreter und Hans-Michael Kortz schon einmal Jugendwart. Durch seine berufliche Ausbildung konnte Hans-Michael Kortz das Amt nicht länger fortführen, und im Mai 2005 übernahm Ralf Lenzing die Aufgabe des Jugendwarts.

Die Aufgabe, die Ralf Lenzing 16 Jahre zu erfüllen hatte, war eine sehr wichtige. „Den Jugendlichen schmackhaft zu machen, die Freizeit positiv zu gestalten und später in den aktiven Dienst überzugehen, ist anstrengend - macht aber auch viel Spaß”, erklärt Ralf Lenzing. „Zuerst bringen wir den Jugendlichen spielerisch den Umgang bei. Später geht ein großer Teil in den aktiven Dienst über, was mich sehr freut.”

Persönlich hat Ralf Lenzing von der Zeit als Jugendwart viel mitgenommen. „Es ist positiv, an den Jugendlichen festzustellen, dass sie Spaß haben, wenn sie aktiv mitmachen und viel übernehmen”, sagt der 63-Jährige. Auch die Unterstützung seiner Familie bedeutet ihm sehr viel. „Meine Ehefrau hat mich immer unterstützt. Ohne diese Unterstützung hätte ich diese Aufgaben nicht überwältigen können.”

Den Abschied zur Feuerwehr fällt Ralf Lenzing allerdings überhaupt nicht schwer. „Ich habe noch ein paar Aufgaben zu erledigen. Außerdem bleibe ich der Jugendfeuerwehr nahe, da ich auch noch zwei aktive Jungs habe.” Für die Zukunft der Jugendfeuerwehr wünscht sich Ralf Lenzing mehr Interesse von der weiblichen Seite. „Wir haben zwei Mädchen hier, die sehr gut sind und keinem Jungen nachstehen. Es ist schade, dass so wenige Mädchen Interesse habe”, bedauert er.

Für seine Zukunft hat Ralf Lenzing noch keine Pläne geschmiedet. „Ich bleibe erst einmal zu Hause bei meiner Familie.”

Die Jugendfeuerwehr dagegen startet weiterhin durch, denn die Abnahme der „Flamme 2” steht bevor - und von einer so guten Jugendarbeit unterstützt, möchten auch alle Teilnehmer die Prüfung bestehen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert