Lebensfreude auf togolesische Art: Feiern Sie mit!

Von: lbe
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„Term Bissaou” heißt die landestypische Tracht, die togolesische Frauen am Samstag in Kinzweiler tragen.

Eschweiler. Togo, West-Afrika, einmal hautnah erleben? Eine fremde Kultur, traditionelle Gewänder und Gerichte, außergewöhnliche Gerüche, Tänze und Musik kennen lernen und nahezu vor Ort erleben? Eine kulturelle sowie kulinarische Reise in die Tradition dieses Landes ist nun auch wieder in Eschweiler möglich.

Schon zum zweiten Mal holt der Kezebidi-Verein den internationalen togolesischen Kulturtag „Kamaka” in die Indestadt.

Alles begann mit Einwanderern aus West-Afrika, Togo, die in den 90er Jahren nach Deutschland kamen. Seither versuchen sie uns ihre Kultur näher zu bringen, die deutsche Kultur kennen zu lernen und sich zu integrieren und das alles mit beachtlichem Erfolg.

„Unglaublich, was wir erreicht haben”, so Vereinsvorsitzender Issifou Abass. Mit der Unterstützung von Kulturmanager Max Krieger, des Integrationsbeauftragten Jürgen Rombach und von Helga Grimmer (Arbeiterwohlfahrt), die schon lange mit dem Kezebidi-Verein befreundet sei, solle der togolesische Kulturtag ein großes Fest mit vielen Möglichkeiten werden. Vor allem aber solle es typisch afrikanisch sein.

Aus diesem Grund können alle Bürger gemeinsam feiern, tanzen, essen und musizieren umgeben von farbenfrohen Gewändern, die allesamt von Hand genäht sind, und fröhlicher Stimmung.

Zu diesem Anlass werden zudem zwischen 300 und 400 Gäste aus den Niederlanden, Belgien, Frankreich, England, Irland, Bayern und sogar Amerika erwartet. Kinder, die togolesische Wurzeln haben, selbst jedoch noch nie dort waren, sollen ihrer Kultur ein Stückchen näher kommen, um sie nicht zu vergessen, ebenso wie viele andere, die Togo ein wenig besser kennen lernen möchten.

Doch nicht nur in Deutschland muss etwas zum Thema „Integration und Kultur” getan werden. Der Verein sensibilisiert auch die Heimatbevölkerung, unterstützt sie und klärt sie auf. Als Symbol für eine lange Freundschaft mit Deutschland wählten sie einen Berg, der vor mehr als hundert Jahren, als Togo noch deutsche Kolonie war, von deutschen Ingenieuren gesprengt wurde. Dieser Berg, der auch auf den Plakaten zu sehen ist, versperrte den einzigen Weg ins Dorf. Dass er gesprengt wurde, sei ein Symbol der Einigkeit und Solidarität, so Issifou Abass.

Der Verein sammelt Geld und schickt Bleistifte, Hefte und Kreide in die Heimat. Denn dort müsse ein Schüler schon einmal eine Woche auf einen neuen Kugelschreiber warten, so Chaa-Bada. Sie sorgen für den Bau von Toiletten-Anlagen und kaufen alte Krankenwagen in Deutschland, die in Togo noch sehr viel wert seien. Dies sei ein „positives Musterbeispiel” für gelungene Integration, so Max Krieger. Hier entstehe die Hilfe und Aufklärung nicht nur in der Theorie, sondern vor allem in der Praxis. Eschweiler habe schließlich keinen Platz für Rassismus und das merken die Togolesen immer wieder, denn in Eschweiler fühlen sie sich besonders wohl.

Farbenfroh und fröhlich geht es am kommenden Samstag in der Kinzweiler Festhalle zu: Ab 16 Uhr ist jedermann eingeladen, mitzufeiern. Dann werden Kultur, Tänze und Speisen aus dem westafrikanischen Land präsentiert.

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