Eschweiler - „Leben retten – kinderleicht!“: Eschweiler Projekt ausgezeichnet

„Leben retten – kinderleicht!“: Eschweiler Projekt ausgezeichnet

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Untersuchungen haben gezeigt, dass bereits Kinder in der Lage sind, Herz-Kreislauf-Wiederbelebungsmaßnahmen erfolgreich durchzuführen. Im Vergleich zu vielen Erwachsenen haben die meisten Kinder keine Vorbehalte bei einem Notfall.

Eschweiler. Ende Januar wurde das Projekt „Leben Retten - kinderleicht!“ auf der Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Notärzte Nordrhein-Westfalen (AGNNW) in Köln mit dem mit 1000 Euro dotierten Ideenpreis 2015 ausgezeichnet.

Diesen Preis erhalten Projekte, die geholfen haben, den Rettungsdienst besser zu machen und die auch Vorbild für andere Rettungsdienste sein können. Hierzu zählt das von Dr. med. Theresa Kaminski, Notärztin der Klinik für Anästhesie und Operative Intensivmedizin, ins Leben gerufene Projekt „Leben Retten -kinderleicht!“.

Verschiedene Untersuchungen haben gezeigt, dass bereits Kinder in der Lage sind, Herz-Kreislauf-Wiederbelebungsmaßnahmen erfolgreich durchzuführen. Im Vergleich zu vielen Erwachsenen haben die meisten Kinder keine Vorbehalte bei einem Notfall. Denn sobald sie gelernt haben, dass in einer derartigen Notsituation schon Zögern gefährlich und Nichtstun sogar tödlich sein kann für die Betroffenen, erkennen die Kinder, wie lebenswichtig dieser Lernstoff sein kann.

Bereits seit 2012 informiert jeweils ein Notarztteam des Hospitals Grundschüler der vierten Klassenstufe über lebensrettende Sofortmaßnahmen. Projektziele sind das Erlernen wichtiger Körperfunktionen, die Notrufübermittlung per Telefon, Erkennung lebensbedrohlicher Zustände, Herzdruckmassage bei Herzstillstand und die erfolgreiche Anwendung eines Defibrillators. „Das Schlimmste, was man tun kann, ist Nichts zu tun. Auch das bloße Abwarten bis der Arzt kommt, endet oft tödlich. Viele der Betroffenen in Deutschland, die aufgrund eines Herzstillstands sterben, könnten noch leben, wenn bis zum Eintreffen des Notarztes eine Herzdruckmassage durchgeführt worden wäre“, beschreibt Dr. Theresa Kaminski, die aktuelle Lage.

Weitere Informationen zu dem Projekt gibt es unter www.sah-eschweiler.de im Bereich Kliniken/Anästhesie.

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