Leben retten kann mitunter ganz „kinderleicht” sein

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Grundschüler lernen ab Ende d
Grundschüler lernen ab Ende des Monats, wie sie in Notsituationen helfen können. Foto: imago/imagebroker

Eschweiler. Der plötzliche Herztod gilt in Deutschland als häufigste Todesursache. Um erfolgreich zu sein, müssen Wiederbelebungsmaßnahmen unverzüglich einsetzen. „Das Schlimmste, was man tun kann, ist nichts zu tun. Auch das bloße Abwarten bis der Arzt kommt, endet oft tödlich.

Viele der Betroffenen in Deutschland, die aufgrund eines Herzstillstands sterben, könnten noch leben, wenn bis zum Eintreffen des Notarztes eine Herzdruckmassage durchgeführt worden wäre”, beschreibt die Notärztin der Klinik für Anästhesie am St.-Antonius-Hospital, Dr. Theresa Kaminski.

Verschiedene Untersuchungen haben gezeigt, dass bereits Kinder in der Lage sind, Herz-Kreislauf-Wiederbelebungsmaßnahmen erfolgreich durchzuführen. Auf Initiative von Dr. Theresa Kaminski setzt hier das neue Projekt der Klinik für Anästhesie und Operative Intensivmedizin „Leben retten - kinderleicht!” unter der Schirmherrschaft des Bürgermeisters der Stadt Eschweiler, Rudi Bertram, an.

Ab Ende Oktober 2012 informiert jeweils ein Notarztteam des Hospitals Grundschüler über lebensrettende Sofortmaßnahmen. Projektziele sind das Erlernen wichtiger Körperfunktionen, die Notrufübermittlung per Telefon, Erkennung lebensbedrohlicher Zustände, Herzdruckmassage bei Herzstillstand und die erfolgreiche Anwendung eines Defibrillators.

Als Vergleich zu vielen Erwachsenen haben die meisten Kinder keine Vorbehalte bei einem Notfall. Denn sobald sie gelernt haben, dass in einer derartigen Notsituation schon Zögern gefährlich und Nichtstun sogar tödlich sein kann für die Betroffenen, erkennen die Kinder, wie lebenswichtig dieser Lernstoff sein kann. Zum Ende des zweitägigen Kurses erhält jedes Kind eine Urkunde über die erfolgreiche Teilnahme und die erworbene Qualifikation als potenzieller Ersthelfer in Notfallsituationen.

„Denn eigentlich gibt es nur eine wichtige Botschaft: So schnell wie möglich eine Herzdruckmassage durchführen. Selbst die Bedienung des automatischen Defibrillators ist „kinderleicht”. Die einzige Hemmschwelle sind die Bedenken, damit loszulegen - hierbei könnten viele Erwachsene noch von den Kindern lernen”, so PD Dr. Dück, Chefarzt der Klinik für Anästhesie.

Die Termine für das laufende Jahr:
- KGS Bergrath: 30./31. Oktober
- KGS Don Bosco: 7./8. November und 10./11. Dezember
- Evangelische Grundschule Stadtmitte: 12./13. November
- Eduard-Mörike-Schule: 22./23. November
- KGS Röthgen: 10./11. Dezember

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