Eschweiler - „Laternenrüttler” spüren gefährliche Schwachstellen auf

„Laternenrüttler” spüren gefährliche Schwachstellen auf

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Ebenso kräftig wie sensibel: der Greifarm, mit dem Laternenmaste überprüft werden.

Eschweiler. Die „Laternenrüttler” ziehen zurzeit wieder durch die Region: In den nächsten Wochen sind im Auftrag der EWV Energie- und Wasser-Versorgung GmbH erneut Minibagger unterwegs, um an den Lichtmasten der Straßenbeleuchtung in Alsdorf, Stolberg und Weisweiler zu rütteln. Die Belastungsprobe ist für das bloße Auge jedoch kaum sichtbar.

„Auf diesem Wege werden jedes Jahr etwa 1000, zumeist ältere, Straßenlaternen unter die Lupe genommen. Somit tragen wir zum Erhalt der Sicherheit durch gut beleuchtete Straßen bei”, sagt Günter Bachmann, Leiter des Sachgebiets Beleuchtung.

Während der Greifarm des Minibaggers am Laternenmast kaum wahrnehmbar rüttelt, wird Druck auf den Mast ausgeübt - die Kräfte, die dabei aufgebaut werden, entsprechen heftigen Winden. „Straßenlaternen müssen in ihrem Leben eine Vielzahl von Belastungen aushalten; tagein tagaus sind sie Wind und Wetter ausgesetzt”, erklärt Günter Bachmann. „Das zerrt an der Substanz über und unter der Oberfläche. Deshalb werden die Masten regelmäßig geprüft.”

Genaue Aussagen zur Standfestigkeit der Masten erhält die EWV von den „Laternenrüttlern” der Firma Roch Services. Während der Belastungsprobe wird am Fuße des Lichtmastes ein Sensor angebracht, der die Daten an einen Computer im Führerhaus des Minibaggers überträgt und ein Belastungsdiagramm erstellt.

Dieses so genannte „Mast-EKG” spürt eventuelle Schwachstellen sofort auf und kann Angaben dazu machen, wie lange der Mast den Witterungsbedingungen noch standhält. Auffällige Masten werden von der EWV ausgewechselt. Die Bagger nutzen für ihre Arbeit teilweise auch die Gehwege. Aufgrund der geringen Auflagelast entstehen dadurch jedoch keine Schäden.

Insgesamt betreut die EWV rund 17.000 Straßenlaternen in Weisweiler, Alsdorf, Baesweiler, und Stolberg.

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