Langerwehe/Eschweiler - Langerwehes Schülerlotsen im Landesvergleich

Langerwehes Schülerlotsen im Landesvergleich

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Ausgezeichnete Lotsen: Noelia Daun Gomez (links) und Celina Spelthahn beim Wettbewerb der Landesverkehrswacht NRW. Foto: Markus Guthausen

Langerwehe/Eschweiler. Wer lotst in Nordrhein-Westfalen am besten im Straßenverkehr? Um darauf eine Antwort zu finden, lud die Landesverkehrswacht NRW zum Schülerlotsenwettbewerb auf Landesebene ein. 32 Jugendliche kamen ins Forschungs- und Entwicklungszentrum der Bayer AG nach Wuppertal.

Dort mussten sich die Verkehrshelferinnen und Verkehrshelfer, wie die Schülerlotsen offiziell heißen, verschiedenen Aufgaben stellen. Es galt knifflige Fragen in einem schriftlichen Test zu beantworten, den Bremsweg eines Pkw zu errechnen und sich in einem Rollenspiel gegen besserwisserische oder anmaßende Verkehrsteilnehmer durchzusetzen.

Bei Wind und Wetter

Auch die Europaschule Langerwehe war mit zwei Schülerinnen und einem Schüler vertreten, die morgens an den Fußgängerüberwegen des Exmouth-Platzes vor der Schule ihren ehrenamtlichen Dienst verrichten: Celina Spelthahn, Noel Daun Gomez und Jan Wotzlaw (alle Jahrgangsstufe 7) erreichten einen guten 6. Platz.

„Hilfsbereitschaft und gegenseitige Rücksichtnahme im Straßenverkehr lassen oft zu wünschen übrig“, sagte Verkehrsminister Hendrik Wüst, der die Schirmherrschaft für den Wettbewerb übernommen hatte. „Ganz anders sieht das bei den Schülerlotsen aus: Sie stehen jeden Morgen früher als ihre Mitschüler auf, um bei Wind und Wetter den Schulweg zu sichern. Darauf können sie stolz sein.“

Auch Jürgen Brauckmann, Präsident der Landesverkehrswacht, lobte die Jugendlichen: „Euer Einsatz verbessert nicht nur die Verkehrssicherheit im Umfeld von Schulen. Ihr setzt auch ein Zeichen für den gegenseitigen Respekt aller Verkehrsteilnehmer. Ich würde mir wünschen, dass sich möglichst viele der immer eiligen Autofahrerinnen und Autofahrer daran ein Beispiel nehmen.“

In diesem Jahr wurde der Schülerlotsenwettbewerb bei der Bayer AG in Wuppertal veranstaltet. Als Gastgeber begrüßte Jörg Möller, Leiter Forschung und Entwicklung der Bayer-Division Pharmaceuticals, die Gäste: „Wir schätzen das Engagement der jungen Menschen sehr, sich für die Sicherheit im Straßenverkehr ehrenamtlich einzusetzen“, betonte Möller.

1082 Unfälle

Dass der Einsatz von Schülerlotsen nach wie vor notwendig ist, zeigen die Verkehrsunfallzahlen des Innenministeriums. Demnach verunglückten im Jahr 2017 noch 1082 Kinder zwischen sechs und 14 Jahren auf dem Weg zur oder von der Schule. Sechs von ihnen starben. Auf den Wegen, die von Schülerlotsen gesichert werden, hat sich bislang noch kein nennenswerter Unfall ereignet. Insgesamt engagierten sich zum Ende des letzten Jahres 1587 Jugendliche als Lotsinnen und Lotsen; hinzu kamen 2155 Erwachsene.

 

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