Eschweiler - Lagerfeuer-Trio serviert Musikklassiker brandheiß

Lagerfeuer-Trio serviert Musikklassiker brandheiß

Von: jlm
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Und hoch die Hände: Das begeisterte Publikum genoss das dreistündige Programm mit dem Lagerfeuer-Trio. Foto: Julia Meuser
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Sammelte auch schon Erfahrungen als Straßenmusiker: Bernd Weiss an der Gitarre. Foto: Julia Meuser

Eschweiler. Viele Musikbegeisterte haben am Samstagabend ihren Weg zum Talbahnhof gefunden. Manche waren extra aus Stuttgart, Belgien, Holland und sogar aus Neuseeland angereist! Und das für das Lagerfeuer-Trio, das bei vielen Besuchern schon lange bekannt ist. Fans sprechen von „Vollblutmusikern“ und der eigenen Begeisterung darüber, was drei Männer, nur mit ihren Instrumenten und ihren Stimmen ausgerüstet, alles machen können.

Die Spannung wuchs, besonders unter jenen, die das erste Mal das Vergnügen hatten, das Lagerfeuer-Trio live zu erleben.

Schnell füllte sich der Konzertraum, die Menschen rückten zusammen und konnten es kaum erwarten, die Musiker endlich auf der Bühne zu erleben. Dann betraten Bernd Weiss, Heiko Wätjen und Yann Le Roux die Bühne.

Ganz nach ihrem Motto „da brennt die Hütte“ heizten sie ihren Gästen mit einem dreistündigen Programm und Klassikern wie „Tainted Love“ von Soft Cell, „Walk like an Egyptian“ von Bangels, „Westerland“ von Die Ärzte, „Bamboleo“ von den Gypsy Kings, „Sweet home Alabama“ von Lynyrd Skynyrd und „Could you be loved“ von Bob Marley ordentlich ein.

Sie machten auch vor musikalisch anspruchsvollen Stücken wie „Bohemian Rhapsody“ von Queen nicht Halt. Bei Jethro Tulls „Locomotive Breath“ tauschte Heiko Wätjen kurzerhand den Kontrabass gehen eine Blockflöte, um das eh schon begeisterte Publikum mit dem legendären Solo zu überraschen.

Und auch sonst waren die drei Musiker immer für eine Überraschung zu haben, was sie bei dem Lied „Let the sunshine in“ stilvoll unter Beweis stellten, indem sie mehrmals untereinander die Instrumente tauschten.

Werke aus eigener Feder wie „Auswärtsspiel“, „Ich kann rocken“ und auch „Das ist nicht fair“ durften da natürlich auch nicht fehlen. Mit ihrer „Garantie zum Mitsingen“, spontaner Standup-Comedy und ihrer unverkennbaren und beeindruckenden Professionalität sowie stimmlicher als auch instrumentaler Perfektion überzeugten sie das feiernde Publikum.

Kein Wunder, dass bei dieser aufgeheizten Stimmung während einer Eigeninterpretation von Michael Jacksons Hit „Thriller“ kurzerhand die Gitarrensaite riss. „Wie wenn ein Fußballspieler kurz vorm Tor seinen Schuh verliert“, lachte Bernd Weiss und auch seine Kollegen nahmen es mit Humor und erzählten spontan –musikalisch versteht sich – die Geschichte eines „Tombulamusikanten“, während Weiss seine Gitarre neu stimmte.

Nicht die einzige Gitarrensaite, die an diesem Abend nicht hielt und so bekamen Heiko Wätjen und Yann Le Roux auch die Möglichkeit, im Laufe des Abends diese Geschichte zu Ende zu erzählen. Selbst Hörerwünsche wie „Hier kommt Alex“ von den Toten Hosen und „Dancing Queen“ von Abba wurden sofort erfüllt.

Humorvolle Dialoge

Seit 2005 begeistern Bernd Weiss, Heiko Wätjen und Yann le Roux in dieser Konstellation ihr Publikum. Bernd Weiss an der Gitarre ist dabei der einzige des Trios, der ein paar Jahre lang auf der Straße von seiner Musik gelebt hat und seine so gesammelten Erfahrungen nun auf die Bühne bringt. Er übernimmt die Moderation, wobei ihm Heiko Wätjen auch gerne mal ins Wort fällt und sie sich humorvoll gegenseitig auf die Schippe nehmen.

Heiko Wätjen am Kontrabass begeistert dabei vor allem mit seiner „dröhnenden Stimmgewalt“. Er zieht die musikalischen Fäden im Hintergrund, ist auch für ein Highlight ihres Repertoires verantwortlich, nämlich „Bohemian Rhapsody“. Zusätzlich erweitert er das Programm des Lagerfeuer-Trios mit Songs aus eigener Feder.

Yann Le Roux ersetzt mit einer peruanischen Bass-Cajon und Percussions ein ganzes Drum-Set und überraschte die vielen Zuschauer auch mit einem Solo. Wie seine beiden Kollegen überzeugt er nicht nur instrumental, sondern auch gesanglich.

So musste die Menschenmenge bei Udo Lindenbergs „Cello“ mehrmals auf die Bühne gucken, in Erwartung den echten Udo zu sehen. Wie Wätjen gibt auch er als Musiklehrer sein reiches Wissen an seine Schüler weiter.

Seit acht Jahren auf Tour

Kennengelernt haben sich die drei begnadeten Musiker durch andere Bands, bis sie dann schließlich 2005 das „Lagerfeuer-Trio“ gründeten. Insgesamt 370 Auftritte haben sie nun bereits in dieser Konstellation gespielt.

Wichtig war ihnen dabei, dass alle Drei singen würden, sie als Trio klein und flexibel seien – und ein „schöner dicker Sound“, so Frontmann Bernd Weiss, dürfe natürlich auch nicht fehlen. Zugleich können sie in dieser Konstellation als Akustik-Trio unplugged spielen und traten auf einigen Privatveranstaltungen auf. „Wir wollen nicht nur Lieder runterdudeln, sondern überzeugen“, stellt er dabei klar.

Mittlerweile hätten sie jedoch mehrere Städte erobert, so spielen sie in den nächsten Monaten auch in Düren, Mönchengladbach, Stolberg, Imgenbroich, Würselen, Übach-Palenberg und Jülich. „Am Anfang ein kleines Feuer, das langsam zum Flächenbrand wird.“

Mit Spontaneität, Professionalität und Perfektion eroberte das Lagerfeuer-Trio nicht nur die Herzen der anwesenden Damen, sondern sorgten auch für eine einzigartige und unvergessliche Musikperformance, die jedem Anwesenden noch lange in Erinnerung und Ohr bleiben wird.

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