„Läster“-Lorman reißt Wortwitz-Feuerwerk ab

Letzte Aktualisierung:
11706134.jpg
Wortwitze sind seine Spezialität: Kabarettist Lorman mit seinem Programm „I hold it in the head not out“ im Eschweiler Talbahnhof. Foto: Anna Fitscher

Eschweiler. Mit genialen Wortwitzen und zotigen Sprüchen begeisterte der Kabarettist Lorman im Talbahnhof sein Publikum. In seinem Programm „I hold it in the head not out“ nahm er alles aufs Korn: nationale und internationale Politiker, das Bildungssystem, die Jugend von heute, Religion und das Musikprogramm im Radio.

„Eins sollten sie sofort über mich wissen“, warnte Lorman, „Wortwitze sind meine Spezialität. Nach meinem letzten Auftritt kam jemand zu mir und sagte, es wäre ganz nett gewesen, aber er hätte auch gerne mal gelacht. Deswegen habe ich heute einen Wortwitzindikator dabei“, erläuterte Lorman und zückte eine Triangel, die er gleich einer Dame im Publikum anvertraute. Die Zuschauerin sollte bei jedem Wortwitz die Triangel zum Klingen bringen. Bei der Dichte an Wortwitzen kam die Dame mit den Läuten der Triangel allerdings kaum hinterher.

Auch musikalisch hat der Würselner so einiges auf dem Kasten und präsentierte seinem Publikum bekannte Lieder wie „What a wonderful world“ und „Griechischer Wein“ – allerdings mit eigenen Texten. So wurde aus griechischem Wein mal eben ein griechisches Schwein.

Apropos Würselen: laut Lorman gebe es für Fahrlehrer keinen besseren Ort als seine Heimatstadt, um Fahranfängern den toten Winkel richtig zu erklären. Auch über modische Faux-Pas der Vergangenheit amüsierte sich Lorman. „Die Latzhose war die Burka der 80-er Jahre. Damals war der Schlitz aber noch unten: zwischen dem Hosenende und den Birkenstocksandalen“, erklärte Lorman.

Alleine der Gedanke an dieses Kleidungsstück, das wohl jeder mal im Schrank hatte, ließ das Publikum laut lachen. „Meine war hellblau“, raunte eine Dame im Publikum ihrer Begleitung zu. Auch Politiker blieben von dem Kabarettist nicht verschont: besonders gerne lästerte Lorman über die AfD-Politikerin Frauke Petry.

Aber auch international teilte Lorman aus. Sein Vorschlag: eine Mindestgröße für Politiker. „Damit wären uns Putin, Berlusconi und Sarkozy wären uns immerhin erspart geblieben“, meinte Lorman.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert