„Lachen live“ im Hexenkessel Eschweiler

Von: af
Letzte Aktualisierung:
11459003.jpg
Präsentierten im Talbahnhof ihr Programm „Lachen live – Die ganze Wahrheit“: Tobias Brodowy, Henning Bornemann, Uli Winters und René Steinberg (von links). Foto: Anna Fitscher

Eschweiler. Was machen Radiomoderatoren eigentlich, wenn die Musik läuft? Und wie läuft das so hinter den Kulissen bei einem Radiosender? Diese und weitere Fragen beantworteten die WDR2-Comedians Henning Bornemann, René Steinberg, Tobias Brodowy und Uli Winters im Eschweiler Talbahnhof.

Mit dem neuen Comedy Programm „Lachen Live – Die ganze Wahrheit“ nahmen die Vier ihren Sender selbst aufs Korn. Es war eine Premiere, bei der nicht nur das Publikum sichtlich auf seine Kosten kam. Auch die Radio-Comedians freuten sich sehr, ihr neues Programm erstmals zu präsentieren und hatten eine Menge Spaß auf der Bühne. „Wir haben uns gedacht, wenn wir das erste Mal mit dem neuen Programm auftreten, dann muss es hier im Hexenkessel Eschweiler sein!“, begrüßte René Steinberg das jubelnde Eschweiler Publikum.

René Steinberg ist übrigens der Mann, der hinter diversen Radio Comedyformaten von WDR 2 steckt. Das mittlerweile wohl bekannteste ist „Die von der Leyens“, bei der Steinberg die Familie unserer Verteidigungsministerin herrlich parodiert. Ein weiterer Kracher: Zugbegleiter Lurch Peter Hansen, gespielt von Henning Bornemann, präsentierte sich das erste Mal live und in Farbe auf der Bühne. Als Bornemann mit Schirmmütze und Nasenklammer, um die nasale Sprechweise der Kultfigur bestmöglichst wiederzugeben, die Bühne betrat, gab es kein Halten mehr.

In ihrem Programm wurden jedoch nicht nur die Comedyformate aus WDR2 präsentiert. Auch arbeiteten die Vier alle Sparten ihres Radiosenders ab, den jeden Tag über drei Millionen Menschen hören. Von den Nachrichten über die Stau-Schau, die Musikauswahl des Sender bis hin zur Werbung. Alle Teilbereiche wurden von den Comedians in einer herrlichen Art und Weise auf die Schippe genommen. Ein immer wiederkehrendes Element war die wohl allen Radiohörern bekannte und höchst nervige „Seitenbacher“ Werbung.

Auch Versprecher der Radiomoderatorden und Hörerbriefe wurden dem Publikum nicht vorenthalten. So sagte ein Nachrichtensprecher einmal: „Griechenland hat Schulden in Höhe von 300 Milliarden Euro und steht kurz von der Kneipe, äh Pleite.“ Auch der Hinweis des Wettermanns, der auf Nebel an einer Stelle auf der Autobahn hinwies und und im Anschluss sagte „Dies gilt auch für die Gegenfahrbahn“ sorgte für Gelächter im Publikum.

Zu den größten Herausforderungen beim Radio gehört übrigens auch die Hörer-Hotline. Nicht selten kommt es vor, dass Hörer anrufen und fragen „Wie hieß dat Lied, dat ihr jespielt habt?“ oft ergänzt durch den Hinweis „Nit Lemon Tree, dat andere“.

Dass ihnen die Premiere ihres neuen Programmes gelungen war, merkten die vier Comedians wohl auch daran, dass ihr Publikum lautstark eine Zugabe forderte. Zum Glück waren Bornemann, Steinberg, Brodowy und Winters darauf vorbereitet: So nahmen sie ihr Publikum abschließend mit auf eine „Radiozeitreise“.

Hier wurde nicht nur die Vergangenheit und die Gegenwart der Radiogeschichte aufgezeigt: Auch beschrieben die Vier, wie sie sich Radio und besonders ihren Sender WDR2 in der Zukunft vorstellen: moderner, mit elektronischen Sounds, Moderatoren, die so schnell sprechen, dass man als Zuhörer kaum mitkommt und, natürlich, der „Seitenbacher“-Werbung, die nach ihren Vorstellungen auch in 20 Jahren noch fester Bestandteil des Programms im Radio sein wird.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert