L238n: Planer tüfteln weiter am dritten Abschnitt

Von: Patrick Nowicki und Jürgen Lange
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Eschweiler/Stolberg. Während hinter den Kulissen die Planungen fortschreiten, sorgen auf der politischen Bühne Aussagen des Landtagsabgeordneten Axel Wirtz für Unruhe: „Die Vollendung der L238n zwischen Eschweiler und Stolberg ist akut gefährdet”, befürchtet er. „Dieses wichtige und bedeutende Straßenbauprojekt wird dann wohl am Röhrenwerk ein unvollendetes bleiben.”

Der Christdemokrat macht seine Kritik an der Ankündigung der rot-grünen Koalition fest, aus finanziellen Gründen nur Landesstraßen mit bestehendem Planungsrecht fertigstellen zu wollen. Und eben dieses fehlt für den dritten Bauabschnitt der L238n bislang.

Das Linienbestimmungsverfahren sieht zwar bislang eine möglichst umwelt- und flächenschonende Trasse entlang der Inde vor, aber insbesondere für den Bereich des Anschlusses auf Stolberger Stadtgebiet an die bestehende Eschweilerstraße besteht noch Klärungsbedarf im Detail - auch für Grundstücke.

Die Aufregung kann der Abteilungsleiter Planung beim Landesbetrieb, Bernd Egenter, nicht nachvollziehen: „Wir überlegen derzeit, wie wir die Straße im Detail planen können, dort müssen wir schließlich nicht einfach eine Trasse auf einen Acker legen.” Zwar ist seit Sommer des vergangenen Jahres das Linienbestimmungsverfahren abgeschlossen, aber in der Tat seien entscheidende Fragen noch nicht beantwortet.

Viele Hürden zu nehmen

Die Planer stoßen auf viele mögliche Hürden: Die Straße verläuft an einem Fluss und dem Doppelgleis zum Stolberger Hauptbahnhof, kreuzt die Gleisanschlüsse von Firmen und berührt Naturschutzgebiete. Sind alle diese Dinge geklärt, könne man einen konkreten Plan vorlegen. Wann dies sein wird, weiß auch Egenter nicht: „Ich will mich auf kein Zeitfenster einlassen.”

Acht Jahre hat es gedauert, bis nach der Planfeststellung die Bagger für den 2. Bauabschnitt über den Hohen Stein anrollten. In der vergangenen Woche wurde die Betonplatte für das Brückenbauwerk gegossen, in den nächsten Wochen werden die Arbeiten dort abgeschlossen sein. In den Wintermonaten soll dort nichts mehr passieren.

„Mitte des nächsten Jahres werden wir die Straße bauen, die finanzielle Zusage liegt vor”, berichtet der Projektleiter Arnd Meyer. An verschiedenen Stellen wird gleichzeitig begonnen, da man parallel Erdmassen auf der gesamten Streckenführung verteilen müsse. Etwa zwei Kilometer lang ist der Abschnitt zwischen Rue de Wattrelos und Phönixstraße.

Ein Scheitern des 3. Bauabschnitts sieht auch Stadtsprecher Stefan Kaever nicht: „Sowohl Eschweiler als auch Stolberg haben ein sehr großes Interesse daran, dass diese Straße gebaut wird.”
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