Kunstwerkstatt wird zum Lichterhof

Von: Dirk Müller
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Foto: D. Müller Foto: D. Müller

Stolberg-Zweifall/Eschweiler. Dutzende Wind­lichter in verschiedenen Farben, dazu Lichterketten, Laternen und Strahler sind eigentlich nur die „Vorboten“, denn die Veranstaltung „Lichterhof im Advent“ findet im Innern der Kunstwerkstatt „Kunst statt Werk“ in Zweifall statt. Am vergangenen und kommenden Wochenende öffnen die Künstler Gerda Zuleger-Mertens und Professor Wolfgang Menges alias „Spell“ ihr Atelier am Frackersberg zu einer vorweihnachtlichen Schau, die es in sich hat.

Kerzen und farbiges Licht illuminieren die große Kunsthalle, den Hauptort des Geschehens. Der Boden ist mit Laub bedeckt, der Duft von Glühwein strömt durch die Luft, und das herbstlich-winterliche Flair mischt sich mit einer lockeren, freundschaftlichen Atmosphäre. Im Nebenraum, wo auch ein Stück Kuchen lockt, bullert ein uriger großer Ofen.

Dort geht Gerda Zuleger-Mertens mit einigen Kindern zu Werke; sie fertigen die letzten Requisiten für ein Theaterstück an: Am Samstag, 8. Dezember, werden unter der Leitung von Violetta Palatinus Kinder der Musik-Salon-Schule Eschweiler das musikalische Märchen „Die Suche nach dem Lichtklang“ aufführen. „Neben der Kunst ist die Arbeit mit Kindern unter sozialem Aspekt etwas, das wir hier in Zweifall intensivieren wollen“, erklärt Zuleger-Mertens.

Der augenfällige Infostand mit Sammeldose für den Kinderschutzbund im Eingangsbereich der Kunstwerkstatt spricht für sich, und im nächsten Jahr sollen Kinder aus der atomar verstrahlten Region des russischen Tschernobyl zu Besuch kommen.

Der „Lichterhof im Advent“ indes richtet sich an Groß und Klein gleichermaßen. Elf Gastkünstler stellen Auszüge ihres Schaffens aus. Malerei, Skulpturen, Collagen und Objekte sind zu sehen. Darunter natürlich großformatige Werke von Zuleger Mertens und Spell, etwa seine neue Serie „Phytomania“, die anthropomorphe Erscheinungen in Pflanzenstrukturen thematisiert.

Ebenso beeindruckend und hochwertig wie die gezeigte Kunst ist auch das Kunsthandwerk, das sich wohltuend von manchem Kitsch kommerzieller Weihnachtsmärkte abhebt. Ob Florales, Schmuck, Dekoration, „Omas Buttergebäck“ oder Textiles, wie etwa Taschen, die mit originellen Kaiser-Karl-Comics versehen sind, – wer auf der Suche nach individuellen Geschenkideen ist, wird in Zweifall bestimmt fündig. Eine große faszinierende Sammlung von Antiquitäten aus Asien und Afrika ergänzt die gelungene Symbiose aus Kunstausstellung und vorweihnachtlichem Kunsthandwerkmarkt, die den Besuch wert ist.

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