Kunstausstellung: Impressionen von Feuer und Eis

Von: ptj
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Reizvolle Stimmungsbilder von der wasserreichen Vulkaninsel: Künstlerin Rúna Hans (r.) im Gespräch mit interessierten Gästen. Foto: Jagodzinska

Inden/Altdorf. „Ich bin geboren in Island, und Island ist in mir“, sagt die isländische Künstlerin Rúna Hans (Sigrún Júlia Hansdóttir), die schon als kleines Mädchen „den ganzen Tag zeichnen und malen“ wollte. In der ersten Kunstausstellung der Kirchengemeinde Inden/Langerwehe werden nun ihre emotional berührenden Werke der Öffentlichkeit präsentiert. Ausstellungsort ist das evangelische Gemeindezentrum Inden/Altdorf.

„Ihre Bilder sprechen für sich selbst“, brachte Pfarrer Daniel Müller Thór, der Inspirationen und daraus entstandene Werke der Künstlerin in einer Powerpoint-Präsentation zusammenfasste, das Offensichtliche auf den Punkt. Müller Thór zeigte reizvolle Bilder von der wasserreichen Vulkaninsel im Norden Europas mit ihren Gletschern und Fjorden, von den isländischen Elfenfrauen „Huldukonar“ oder von den traditionellen Wollpullovern „Lópapeysa“, von denen „jeder Isländer mindestens einen besitzt“.

„Als ich Deutschland kennenlernte, zogen Bäume in meine Bilder“, erklärte Rúna Hans die allmähliche Veränderung ihrer Werke. In ihren Bildern fließen verschiedene Kunstrichtungen zusammen, etwa naive Malerei, Pop-Art, Expressionismus und Bildelemente japanischer Tuschezeichnungen, letzteres vor allem in Landschaftsbildern. Diese dienen oft als Hintergrundkulisse für eine Elfenfrau ohne sichtbare Arme in isländischer Tracht.

Deutsch spricht die in Ólafsvik aufgewachsene und zurzeit in Düren lebende isländische Malerin wenig. So ist wie bei allen Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit isländischen Künstlern in der evangelischen Kirche zu Inden die Unterhaltung in englischer Sprache üblich. Nach der offiziellen Ausstellungseröffnung stand Rúna Hans sogleich für Gespräche mit Gästen zur Verfügung.

Mehr als ein Rahmenprogramm war das Konzert mit dem isländischen Sänger und Komponisten Hafstein Thórólfsson mit den „Perlen isländischer Volksmusik“. Die Klavierbegleitung übernahm der Langerweher Kirchenmusiker Martin Jung, der erst vor zwei Wochen die Noten erhalten und sich „ganz fantastisch auf die (ihm unbekannte) isländische Musik eingestellt hat“.

Der renommierte Sänger ist in vielen Genres zu Hause, konzertierte bereits vor zwei Jahren als Mitglied des isländischen Kammerchors „Schola Cantorum“ im Kölner Dom. Thórólfsson sang fröhlich/romantische Lieder über die Liebe zu einer Frau, die Verbundenheit mit der heimatlichen Landschaft, und über die Gefühle, die Wind und Sand in den Highlands berühren.

Eine besondere Art von Humor fand sich in dem gestenreich zu Gehör gebrachten isländischen Lied mit dem Inhalt: „I drive my car. And it‘s not my fault that my passengers and I are drunk, because spirits are drinking through me“ (Ich fahre mein Auto. Und es ist nicht meine Schuld, dass meine Mitfahrer und ich betrunken sind, weil Geister durch mich trinken). Da passten die Weinflaschen als Gastpräsente für die Konzertierenden ganz gut ...

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