Kunstausstellung im Talbahnhof: „Vom Leichten und Schweren“

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Sarah Schiffer zeigt ihre Scherenschnitte im Talbahnhof und bietet zudem Workshops an.

Eschweiler. „Vom Leichten und Schweren“ ist eine Ausstellung von Sarah Schiffer (Scherenschnitt) und Robert Ciuray (Stahlskulpturen) überschrieben, die der Eschweiler Kunstverein veranstaltet. Vernissage ist am Sonntag, 19. März, 11 Uhr, in der Städtischen Kunstsammlung im Talbahnhof. Die Einführungsrede hält Dr. Josef Gülpers.

Sarah Schiffer entwickelt sich seit mehr als zehn Jahren auf dem Gebiet des Scherenschnitts weiter. Sie findet immer wieder neue Ansätze und Perspektiven. Man sieht zum Beispiel kleinformatige Landschaftsbilder, in deren Zentrum arrangierte Figurengruppen stehen.

Die Künstlerin arbeitet ohne eine Vorzeichnung. Erst während des Arbeitens entsteht das Motiv, das sich aus ihren Erinnerungssequenzen bildet. Sperrige, dynamische und detailreiche Bilder entstehen, die wahrgenommen werden und die Wahrnehmung schärfen.

Einen Namen hat sich Sarah Schiffer auch als Illustratorin gemacht. „Wenn ich einen Text illustriere, ist es nicht mein Ziel, ein Motiv eins zu eins wiederzugeben“, erklärt Sarah Schiffer. Sie möchte vorrangig ein bestimmtes Detail oder einen bestimmten Aspekt der Geschichte in den Vordergrund rücken und damit eine zweite Ebene der Wahrnehmung anbieten.

In ihrem Werk gelingt der Künstlerin eine eigenwillige Adaption eines traditionellen Verfahrens, ein künstlerisches Projekt mit Potenzial, kreativ und innovativ mit Bewegungsausdruck, Form und Farbe.

Robert Ciuraj ist Bildhauer mit Fundstücken aus Eisen. Seine Stäbe, Röhren und Schnittformen entdeckt er meist auf Schrottplätzen. Sein Atelier gleicht einem wundersamen Ort aus sich schlängelnden Gebilden, ausgeschnittenen Formteilen oder Eisendraht. Es sind zufällig aufgelesene Abfallformen. Aus diesem Material komponiert Robert Ciuraj seine Objekte.

Es entstehen Werke von ausgewogener Formschönheit. Seine Skulpturen tragen Geschichte in sich. Jedes Einzelteil könnte eine andere Geschichte erzählen – gemäß der pantheistischen Vorstellung, dass alle Materie lebt. Aus der Topographie des Zufalls lässt der Künstler Skulpturen entstehen, die eine Aura magischen Schweigens umhüllt. Die Werke sind bis einschließlich 2. April, jeweils freitags von 16 bis 18 Uhr, samstags von 11 bis 13 Uhr, und sonntags von 11 bis 13 Uhr und von 16 bis 18 Uhr, zu sehen.

Das Papiertheater

In Zusammenarbeit mit dem VHS-Papiertheater und Scherenschnitt-Workshop findet am Freitag, 24, März, 19.30 bis 21 Uhr, ein Papiertheater statt. Das kleine Format des Papiertheaters eignet sich wunderbar für einen kurzweiligen und anregenden Abend.

Sarah Schiffer greift in die Papierkiste und erzählt mit ihren skurril gezeichneten, geschnittenen und collagierten Protagonisten Balladen und Geschichten: von des Cortez Leuten (nach Brecht), von dem schrecklichen Blaubart (nach Perrault) und von extraordinären Feen (nach einem venezianischen Märchen).

Robert Ciuraj wird begleitend seine Stahlskulpturen zum Klingen bringen. Eine Anmeldung wird erbeten, die Höchstteilnehmerzahl beträgt 25. Der Workshop findet in den Räumen der städtischen Kunstsammlung im Kulturzentrum Talbahnhof statt.

Am Sonntag, 26. März, gibt es einen Scherenschnitt-Workshop von 14 bis 18 Uhr. Goethe tat es, Phillip Otto Runge tat es uns Hans Christian Andersen auch. Parallel zu ihrer Ausstellung im Eschweiler Talbahnhof bietet die Künstlerin Sarah Schiffer einen Workshop zum heute wieder aktuellen Thema Scherenschnitt an. Das erwartet die Teilnehmer: Lassen Sie sich überraschen, zu welchen Ergebnissen man mit einer Schere und einem Blatt Papier kommt, wenn die Zensur des Zeichenstifts entfällt.

Auch Eltern mit Kindern ab acht Jahren sind herzlich eingeladen, dem Schnipselwahn zu verfallen. Bitte eine Schere mitbringen, das Material wird gestellt. Der Workshop dauert etwa vier Stunden und findet ebenfalls im talbahnhof statt.

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