Kunst als ein Baustein von gelebter Inklusion

Von: tob
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Beschäftigte des Caritas-Behindertenwerks malen eifrig: Mit dem Erlös eines Kunstprojektes soll eine Nikolausfeier für bedürftige Familien organisiert werden. Foto: Tobias Röber

Eschweiler. Inklusion – dieser Begriff wird von vielen Menschen verwendet, aber oft ist gar nicht genau definiert, was der- oder diejenige mit Inklusion überhaupt meint. Eines ist klar: Inklusion ist eine der größten Herausforderungen, und es gibt schon jetzt etliche Beispiele, wie es funktionieren kann. Nun will das Caritas-Behindertenwerk ein weiteres Beispiel für Solidarität und gesellschaftlichen Zusammenhalt geben.

Mit dem Erlös eines Kunstprojektes soll eine Nikolausfeier für bedürftige Familien organisiert werden. Am Mittwoch um 17 Uhr wird die Ausstellung der Bilder im Rathaus offiziell eröffnet.

Inklusion ist natürlich gerade bei der Caritas schon länger Thema, und sie wird auch gelebt. So unterstützt ein Angestellter mit einer Beschäftigten seit vielen Jahren ehrenamtlich die Eschweiler Tafel. Petra Uthe heißt die Beschäftigte, die in ihrem Urlaub und zwischen Oktober und März, wenn es in ihrer Gartengruppe nicht ganz so viel zu tun gibt, bei der Tafel arbeitet. Das funktioniert bestens.

So sagt Karin Schmaling von der Eschweiler Tafel: „Ich finde das toll. Die Beschäftigten der Caritas, die zu uns kommen, sind alles total herzliche Menschen.“ Allerdings räumt sie auch ein, dass es „anfangs Berührungsängste gab“, die sich dann jedoch als völlig unbegründet herausgestellt hätten.

Fredi Gärtner, Leiter des Fachbereichs Sozialer Dienst bei der Caritas, sagt: „Unsere Wahrnehmung ist, dass Menschen mit Behinderung zu wenig gehört werden.“ Allerdings wird dieses Thema Stück für Stück aufgearbeitet. So kam die Idee zu dieser Aktion von den Menschen mit Behinderung, wie Dieter Kegel, Vorsitzender der Interessenvertretung der Menschen mit Behinderung betont. Fredi Gärtner pflichtet ihm bei: „Früher haben wir über Menschen mit Behinderung gesprochen, heute sprechen wir miteinander.“

Das sieht auch Udo Köttgen, Vorsitzender des Angehörigen- und Betreuerbeirates der Caritas-Behindertenwerk GmbH so: „Die Menschen mit Assistenzbedarf sind Teil der Gesellschaft. Wir müssen sie in die Mitte der Gesellschaft bringen.“

Ein weiterer Baustein dazu ist eben jetzt diese Ausstellung, deren Bilder im Rahmen der Kunstwerkstatt entstanden sind.

Ausstellung bis 15. September

Die Kunstwerkstatt ist eine der zahlreichen bildungsbegleitenden Maßnahmen der Caritas-Behindertenwerk GmbH für die Menschen mit Behinderung, die in den Werkstätten in der Städteregion beschäftigt sind. Das arbeitsbegleitende Angebot Kunstwerkstatt beinhaltet konkrete Ziele und Methoden der bildnerischen Gestaltung und bietet den Teilnehmern die Möglichkeit zur intensiven Beschäftigung mit Techniken und Ausdrucksformen des Bildnerischen.

In der Ausstellung „Zusammen mit Euch“ stellt die Caritas-Behindertenwerk GmbH knapp 40 der schönsten Bilder aus, die im Lauf der Zeit in den Kunstwerkstätten in Eschweiler, Weisweiler, Würselen und Imgenbroich entstanden sind. Die Ausstellung ist bis zum 15. September, täglich von 10 bis 18 Uhr, zu sehen.

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